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[Rezension] Extinction | Kazuaki Takano




Titel: Extinction
Originaltitel: Genocide
Autor: Kazuaki Takano
Seitenanzahl: 560 (broschiert)
Erscheinungsdatum: 02.01.2015 [D]
Verlag: C. Bertelsmann

Genre: Wissenschaftsthriller
Themen: Virus, Spionage, Intelligenz, Evolution
Übersetzung: Rainer Schmidt
Leseprobe: klick

gelesen: September 2015 als Rezensionsexemplar







Klappentext

Ist die nächste Stufe der Evolution das Ende von uns allen?
Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Erster Eindruck

Der Prolog ist klasse! Ich habe gerade die erste Seite gelesen und habe wirklich Lust auf mehr! Auf jeden Fall ist der erste Eindruck vielversprechend. Ich werde mir jetzt erstmal einen Kakao machen und dann gemütlich im Bett weiter lesen. (07. September)


Lieblingszitat

S. 527

Bei diesem Buch ist es mir wirklich schwer gefallen, mein Lieblingszitat auszuwählen, da es nicht nur eine bedeutende Stelle gab, sondern richtig viele. Immer, wenn mir ein Satz besonders gefällt oder ich ihn in Erinnerung behalten möchte, mache ich mir eine Notiz in meinem Handy oder fotografiere ihn, aber bei diesem Buch war ich ständig dabei, mir Sätze aufzuschreiben!

Meine Meinung

Neben Yeager spielt auch Kento Koga eine entscheidende Rolle in Extinction. Kento ist ein Promotionsstundet der Pharmakologie in Japan. Kentos Vater Seiji, der Wissenschaftler und Universitätsprofessor war, ist vor Kurzem verstorben, hat seinem Sohn aber ein schweres Vermächtnis hinterlassen. Während man Kento in Japan kennen lernt, begleitet man Yeager in Afrika und beobachtet politische Entscheidungsträger der amerikanischen Regierung in den USA. Es gibt also einige Handlungsstränge mit vielen Personen, die das Geschehen vielseitig und realistisch erleben lassen.

Das Buch ist in drei große Teile aufgeteilt, die wiederum in mehrere Kapitel unterteilt sind. Innerhalb dieser Kapitel springt man zwischen den verschiedenen Orten und Personen immer wieder hin und her, sodass man das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven und Hintergründen miterleben kann. Dabei darf man allerdings keine Schwierigkeiten mit vielen Personen und Namen haben. Aber gerade davon lebt meiner Meinung nach ein komplexes und spannendes Buch. Die Vielfalt wurde meiner Meinung nach von Herrn Takano in Extinction besser gelöst als in Schätzings Büchern, bei denen ich teilweise aufgrund der Masse an Informationen über Nebenfiguren wirklich schon überfordert war. In Extinction lernt man die Hauptprotagonisten näher kennen, auf Nebenfiguren wird aber nicht mehr als nötig eingegangen, was ich gut finde.

Die Spannung war über das ganze Buch hinweg vorhanden. Immer wieder gab es unerwartete Überraschungen und Stellen, an denen ich es bereut habe, dass momentan Klausurenphase ist. Am liebsten hätte ich das Buch innerhalb von einem Tag durchgelesen, aber da ich zwischendurch immer wieder ans Lernen musste, hat sich das Lesevergnüngen über eineinhalb Wochen gezogen. Wäre ich im Urlaub mit viel freier Zeit gewesen, hätte ich das Buch in viel kürzerer Zeit gelesen. Teilweise habe ich trotzdem bist tief in die Nacht gelesen, was leider zum Leidwesen meines Freundes war. Aber es musste einfach sein!

Spannend war das Buch durchweg, allerdings gab es auf einigen Seiten Ausführungen, die mir biologisch doch zu hoch waren. Es fiel allerdings nicht schwer, sich da durch zu lesen, da sie meist in sehr spannenden Momenten eingebaut waren und man deshalb eher darauf gedrängt hat, zu erfahren, wie es weiter geht. Der Klappentext verrät mir persönlich zu viel, da es spannender gewesen wäre, nicht zu wissen, wie Yeager sich entscheidet.

Extinction ist nicht nur hervorragend geschrieben, sondern ist auch eine Mahnung an die Menschheit. So vieles aus dem Buch ist wahr und man möchte dem Autor ständig zustimmen. Es öffnet die Augen in Bezug auf manche Thematiken, die einem bisher noch nicht bewusst waren. Deshalb fiel es mir auch schwer, ein passendes Zitat auszusuchen, es gab einfach so viele gute! Ganz besonders gut ist Kazuaki Takano die Verbindung von gut recherchiertem Wissen mit gar nicht mal so abwegigen Verschwörungstheorien und realistischer Science Fiction. Von der Komplexität und Spannung her erinnert er mich deshalb an Frank Schätzing, dessen Bücher ich auch bewundere. Auch wer Blackout von Marc Elsberg gerne gelesen hat, wird dieses Buch lieben. Es ist einfach ein Muss für Thriller-Fans!

Abschließend lässt sich sagen: Extinction ist ein äußerst spannender Thriller, der viel näher an der Realität ist, als mir lieb ist. Für mich persönlich ist es mein neues Lieblingsbuch.

Meine Bewertung: 5+/5 ♥♥♥♥♥





Vielen Dank an den Bertelsmann-Verlag für das Rezensionsexemplar!