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[Rezension] Ihr findet mich nie | Robert Wilson

Ihr findet mich nie Ihr findet mich nie


Titel: Ihr findet mich nie
Originaltitel: You Will Never Find Me
Autor: Robert Wilson

Seitenanzahl: 480 (broschiert)
Erscheinungsdatum: 29.09.2014 [D]
Verlag: Page & Turner

Genre: Thriller, Erwachsenenbuch
Themen: Pubertät, Trennung, London, Madrid
Leseprobe

gelesen: September 2015 als Rezensionsexemplar






Klappentext

Charlie Boxer ist der Beste, ein gesuchter Spezialist, wenn es um hochkarätige Entführungen geht – doch sein Familienleben ist ein Trümmerfeld, seine Ehe seit langem geschieden, seine siebzehnjährige Tochter Amy eine Fremde für ihn. So trifft es ihn völlig unvorbereitet, als Amy eines Tages spurlos verschwindet. Und in ihrer einzigen Nachricht an die Familie schwört sie, für alle Zeiten unauffindbar zu bleiben. Denn als Tochter einer Polizeikommissarin und eines Spezialermittlers weiß Amy, wie man Spuren verwischt. Doch Boxer lässt nicht locker. Endlich, nach langer Suche, findet er einen ersten Hinweis auf Amys Aufenthaltsort und reist nach Madrid – um dort die Ermittlungen im schlimmsten Fall seiner bisherigen Laufbahn aufzunehmen...


Ihr findet mich nie


Zitat

S. 200

Meine Meinung

Idee
Die Idee zum Buch widerspricht eigentlich in erster Linie einem Kriminalroman. Amy wird nicht entführt, sondern verschwindet auf eigenen Wunsch von zuhause und das sogar sehr sorgfältig. Sie hat alles geplant, hat zwei Briefe geschrieben und versucht, keine Spuren zu hinterlassen. Leider muss man ziemlich schnell erfahren, dass Amy sich überschätzt hat und die Situation nicht im Griff hat. Ihre Eltern versuchen sie verzweifelt zu finden. Dabei verläuft das Geschehen anders, als ich es erwartet hätte. Neben diesem Handlungsstrang gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der sich um den zehnjährigen Sascha dreht. Aber hier möchte ich nicht zu viel verraten, nur: Es ist eine separate Geschichte, die an einigen Stellen mit Mercy verknüpft ist und die ganze Handlung abwechslungsreich gestaltet, denn auch hier fiebert man mit.
Charaktere
Charles Boxer ist nicht nur ein Spezialist für Aufklärungen von Entführungen, er ist auch ein Vater, der seine Tochter Amy liebt, so wie wahrscheinlich die meisten Eltern. Auch Mercy, seine Ex-Frau, bei der Amy lebt, ist verzweifelt, als Amy von zuhause abhaut. Die Gefühle der Eltern waren sehr gut nachzuvollziehen und man konnte sich gut in sie hinein versetzen. Auch die siebzehnjährige Amy lernt man kennen, wenn auch nur für kurze Zeit. Neben diesen drei Personen gibt es noch weitere Nebencharaktere, die alle unterschiedlich gestaltet wurden.
Schreibstil
Die Geschichte wird im personalen Erzählstil in der Vergangenheit erzählt. Dabei wird zwischen verschiedenen Orten und Perspektiven gewechselt, sodass gleichzeitige Handlungen in London und Madrid gut dargestellt werden. Besonders gegen Ende des Buches, wenn sich die Handlung immer mehr zuspitzt, steigert das die Spannung. Die Sprache ist relativ einfach gehalten, teils zu den Charakteren passend. An manchen Stellen ist das Buch sehr gewaltvoll, es ist also nichts für junge Leser.
Cover
Das Cover zeigt den Königspalast in Madrid und gefällt mir sehr gut. Es hat einen Bezug zur Geschichte und ist trotzdem kreativ gestaltet. Auch die Farbe rot passt ebenfalls dazu, falls man rot als Symbol der Gewalt nimmt. Mein Exemplar war broschiert und war etwas größer als ein normales Taschenbuch und ist dafür auch etwas teurer. Mir persönlich gefällt diese Art besser als ein Taschenbuch.
Vorgänger
Das Buch "Stib für mich" von Robert Wilson, das ein Jahr früher erschienen ist, wird bei lovelybooks als Vorgänger angegeben. Ich habe es vorher nicht gelesen und hatte keine Probleme, mit "Ihr findet mich nie". Wie bei Kriminalromanen üblich, bauen hier die Handlungen der Reihen nicht zwangsweise aufeinander auf. Es handelt sich lediglich um einen anderen Fall von Charles. Außerdem wird an ein paar Stellen die Entführung von Alyshia, der Tochter seinen neuen Freundin, erwähnt, von der "Stirb für mich" handelt.
Bewertung
Zu Beginn hätte ich dem Buch 4/5 Punkten gegeben, da mir das gewisse Etwas zur Perfektion gefehlt hat. Das Finale hat aber dann den letzten Punkt gebracht. Das Buch ist voller Action und Spannung und hatte überhaupt keine Längen. Ich musste es einfach innerhalb von wenigen Tagen durchlesen, teilweise bis zu hundertfünfzig Seiten am Tag bis in die Nacht. Dieses Buch hält seine Leser in Atem und hat alles, was einen guten Thriller ausmacht, inklusive Bösewichten, denen man nie persönlich begegnen möchte.
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥


Ihr findet mich nie

Ihr findet mich nie

Vielen Dank an den Page&Turner-Verlag für das Rezensionsexemplar!