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Die fremde Königin von Rebecca Gablé



Titel: Die fremde Königin
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 2 von ?
Seitenanzahl: 763
Erschienen: 27.04.2017
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juli/August 2017 als Rezensionsexemplar

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.




Klappentext

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und
Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. [... Der Rest des Klappentextes verrät viel zu viel.]

Meine Meinung

Idee
Vier Jahre nach dem ersten Band ist die Fortsetzung nun erschienen. Auch wenn man nicht zwingend Das Haupt der Welt gelesen haben muss, empfiehlt es sich natürlich, da man dadurch mehr Referenzen versteht und die Vorgeschichten zu gewissen Personen kennt, mit denen es das ein oder andere mehr oder weniger freudige Wiedersehen gibt. Der Roman begleitet die Geschichte um Otto über einen Zeitraum von elf Jahren. 
Umsetzung
Dieses Mal ist Gaidemar der Protagonist, dessen Geschichte man verfolgt. Als Bastard ohne Rang und Namen weiß er nicht einmal, wer seine Eltern sind. Als Panzerreiter versucht er sich selbst einen Namen zu machen. Er erhält den Auftrag, allein die junge, italienische Königin Adelheid zu retten, die von Berengar gefangen gehalten wird. Gleichzeitig versucht Berengar, Adelheid dazu zu zwingen, seinen Sohn Adalbert zu heiraten und es wird immer brenzliger für sie. Mir gefällt hier besonders, dass Adelheid als starke Frau auftritt, die auch in der schlimmsten Situation  nicht den Kopf verliert. Nicht nur an dieser Stelle spielen starke Frauen eine besondere Rolle in der Geschichte. Gaidemar rückt durch seinen Auftrag unweigerlich immer näher an die königliche Familie und damit Otto heran, weshalb sie - zwar auch widerstrebend - immer enger miteinander verbunden werden. Gaidemar und Adelheid wachsen einem dabei über all die "Jahre" wirklich ans Herz.
Rebecca Gablé hat es wieder geschafft, mit einer Mischung aus Liebesgeschichte, Intrigen, Kriegen und überraschenden Wendungen einen hervorragenden historischen Roman zu erschaffen. Wer den ersten Band ebenfalls gelesen hat, wird außerdem mit vielen Wiedersehen belohnt. 
Bewertung
Eine wirklich hervorragend gelungene Fortsetzung über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es wieder mal eine Leseempfehlung für Rebecca Gablé! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

 

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Das Haupt der Welt von Rebecca Gablé



Titel: Das Haupt der Welt
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 1 von ?
Seitenanzahl: 861
Erschienen: 04.10.2013
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juni 2017

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.



Klappentext

Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...

Meine Meinung

Idee
Vor Kurzem ist Die Fremde Königin erschienen, die den zweiten Band dieser Reihe über Otto den Großen bildet. Bei meinem ersten Buch von Rebecca Gablé bin ich unbewusst mitten in eine Reihe eingestiegen. Obwohl sich ihre Bücher auch sehr gut mit einem Quereinstieg lesen lassen, wollte ich dieses Mal doch noch den ersten Band lesen, weil man dadurch viel mehr Hintergründe und Rückgriffe kennt. Ich hatte außerdem mal wieder Lust auf einen historischen Roman, obwohl ich zugeben muss, dass mir die Zeit um Otto den Großen kaum etwas sagt und mein letzter Geschichtsunterricht über dieses Thema schon etwas länger her ist - perfekt also, um sie mal wieder aufzufrischen! 
Umsetzung
Zu Beginn von Das Haupt der Welt lernt man Otto noch in jungen Jahren kennen. Er ist mit 16 Jahren mit seinem Vater König Heinrich I. auf einem Feldzug durch das Slawenland. Gleich zu Beginn lernt man dort Tugomir und seine wunderschöne Schwester Dragomira kennen. Tugomir ist der eigentliche Protagonist dieses Romans, den man wegen seiner Eigenheiten und seinem Sinn für Gerechtigkeit während der Geschichte zu schätzen lernt. Besonders gut gefallen hat mir wieder, dass man die Protagonisten über einen längeren Zeitraum begleitet. Rebecca Gablé versteht sich darauf, so ausführlich wie nötig und so wenig wie möglich zu erzählen. Genau so, dass es spannend bleibt. Die Seiten sind wie im Flug vergangen. Intrigen wechseln sich mit Festen und Schlachten auf dem Feld ab, sodass es nie langweilig wird.
Bewertung
Ein herausragender historischer Roman über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

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Wir zwei in fremden Galaxien von Kate Ling




Titel: Wir zwei in fremden Galaxien
Autoren: Kate Ling

Reihe: Die Ventura-Saga Band 1
Seitenanzahl: 332
Erschienen: 16.02.2017
Verlag: one
Genre: Science-Fiction, Jugendbuch

gelesen: Februar 2017





Klappentext

„Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben.“ Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?

Meine Meinung

Thema
Das Setting von Wir zwei in fremden Galaxien hat mich sehr an die Godspeed-Reihe von Beth Revis erinnert. Menschen machen sich auf eine Jahrhunderte lang dauernde Reise zu einem fernen Planete in der Hoffnung, dass ihre Nachfahren irgendwann mal auf diesem verheißungsvollen Planeten leben werden. Allein sich in die Figuren dieses Jugendbuchs hinein zu versetzen - mich in Seren hinein zu versetzen, war toll. Ich habe mit ihr gefühlt, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Wut, ihre Verzweiflung angesichts der Macht der Machthaber und ihrer Machtlosigkeit über ihr eigenes Leben. Mich hat der Roman bewegt und gepackt, denn er war wirklich spannend!
Umsetzung
Trotzdem möchte ich auch Kritik äußern. Die Idee hinter dem Ganzen beschäftigt seit einiger Zeit wieder vermehrt Autoren und Filmemacher. Wie müssten die gesellschaftlichen Strukturen auf einem solchen Raumschiff aussehen? In solchen Romanen werden moralische Aspekte diskutiert, durchgespielt und bewertet. Geht man von der Idee aus, so hat Kate Ling nicht das gesamte Potential ausgenutzt. Man hätte wirklich noch mehr daraus machen können und die Hintergründe der Reise und das Leben auf der Ventura ausführlicher beschreiben können. Außerdem muss ich zugeben, dass mir jetzt vier Monate nach dem Lesen nicht mehr viele Details der Geschichte im Kopf geblieben sind. Ich hatte sogar fast vergessen, dass ich das Buch gelesen habe. Ich erinnere mich aber noch sehr gut an die Naivität Serens. Sie ist eine starke Protagonistin, aber gleichzeitig bringt sie den Leser zum Verzweifeln, denn sie handelt meist ohne an die (voraussehbaren!) Konsequenzen zu denken und das stört mich etwas. Das Cover ist auf jeden Fall wunderschön und wirklich gut gelungen.
Meinung
Ein spannendes Buch mit interessanter Thematik und einer hoffentlich noch besseren Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
3.5/5 ♥♥♥♥♥♥

Die Original-Reihe

  1. The Loneliness of Distant Beings (19.05.2016)
  2. The Glow of Fallen Stars: (24.08.2017)
  3. ...?

Wir dürfen also noch etwas auf den nächsten Band warten, vor allem bis er ins Deutsche übersetzt wurde, aber ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Anonym von Poznanski/Strobel




Titel: Anonym
Autoren: Ursula Poznanski und Arno Strobel

Seitenanzahl: 384
Erschienen: 21.09.2016
Verlag: Wunderlich (rowohlt)
Genre: Thriller, Krimi, Erwachsenenbuch

gelesen: Januar/Februar 2016 als Rezensionsexemplar

Tut mir leid, dass es momentan etwas stiller ist, ich bin mitten in der Klausurzeit & in meiner Bachelorarbeit, aber diesen Thriller muss ich euch jetzt endlich vorstellen!


Klappentext

«Es liegt an euch, wer lebt und wer stirbt» Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr... Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...

Zitat

Meine Meinung

Meinung
Einer der besten Thriller, die ich seit langem gelesen habe! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, was besonders an einer plötzlichen Wendung lag, die ich absolut nicht voraus gesehen habe. Sehr positiv aufgefallen ist mir außerdem die wirklich schon liebevolle Gestaltung der Hauptfiguren. Nina Salomon kommt neu nach Hamburg und wird gleich an ihrem ersten Tag mit einem neuen Todesfall konfrontiert, den sie zusammen mit ihrem neuen Kollegen Daniel Buchholz aufklären soll. Das Problem ist dabei aber, dass die beiden sich vom ersten Augenblick eigentlich überhaupt nicht leiden können. Während Daniel Nina in ihre Sneakers für schmuddelig hält, sieht Nina in Daniel einen Schnösel in Designerkleidern. Dadurch bekommt die ganze Handlung eine sehr angenehme Nebengeschichte, die die Entwicklung zwischen den neuen Kollegen verfolgt. Gleichzeitig darf man natürlich nicht den super spannenden Kriminalfall vergessen. In dem Forum Morituri lässt der Admin Trajan über mögliche Opfer abstimmen. Er bringt die Gewinner anschließend auf grausame Weise um. Dabei erhalten die Mitglieder des Forums eine ganz perfide Rolle, denn sie machen sich zum Mittäter. Sie wiegen sich durch die Anonymität in Sicherheit. Erinnert hat mich das an Nerve - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen (ein Buch, zu dem 2016 der Film erschienen ist). Wer Nerve geliebt hat, wird anonym noch besser finden!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥♥
Vielen Dank an Wunderlich für das Rezensionsexemplar!

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze



Titel: Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze
Originaltitel: The Bronze Key
Autorinnen: Holly Black & Cassandra Clare

Reihe: Band 3 von 5
Seitenanzahl: 286
Erschienen: 14.10.2016
Verlag: one
Genre: Fantasy, Jugendbuch

gelesen: Dezember 2016 als Rezensionsexemplar

3. Band. Spoilergefahr für die ersten Bände!


Klappentext

Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen - und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen ...


Meine Meinung

Idee
Im dritten Band wird es immer spannender, da es immer schwieriger wird, Calls Geheimnis zu bewahren. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass die drei Freunde selbst im Magisterium nicht sicher sind und nicht wissen, wer Freund und Feind ist, denn es gibt einen Spion, durch den der Fein immer einen Schritt voraus ist.
Umsetzung
Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden konnten Holly Black und Cassandra Clare sich nochmal steigern und haben es jetzt geschafft, mich vollständig zu überzeugen. Der dritte Band ist voller Spannung, unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Etwas schade fand ich, dass man als Leser gegen Ende schon sehr deutlich sehen konnte, wer der Spion ist, aber Call und seine Freunde trotzdem immer weiter der Gefahr entgegen gehen. Hier hätte ich etwas mehr von den Protagonisten erwartet. Ich schiebe es mal darauf, dass das Buch noch für etwas Jüngere geschrieben ist. Das dritte Jahr im Magisterium bietet aber auf jeden Fall alles andere als Routine. Besonders das Ende ist vielversprechend und bietet viel Potential für die letzten beiden Bände, auf die wir leider noch warten müssen. Ich würde jedenfalls gerne sofort weiter lesen :)
Bewertung
Tolle Fortsetzung, die stärker ist als ihre Vorgänger. Ich bin gespannt darauf, wie es jetzt mit Call weiter geht. Klare Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe


im Original:
  • The Iron Trial (09.09.2014) 
  • The Copper Gauntlet (01.09.2015) 
  • The Bronze Key (30.08.2016) 
  • The Silver Mask (01.09.2017) 
  • The Enemy of Death (08.09.2018)

Wir dürfen also noch einige Zeit auf die nächsten Bände warten.


Vielen Dank an one für das Rezensionsexemplar!

Black Blade - Die helle Flamme der Magie



Titel: Black Blade - Die helle Flamme der Magie
Originaltitel: Bright Blaze of Magic
Autor: Jennifer Estep

Reihe: Band 3 der Trilogie
Seitenanzahl: 336
Erschienen: 04.10.2016
Übersetzung: Vanessa Lamatsch
Verlag: ivi

Genre: Fantasy, Jugendbuch
Themen: Parallelwelten

gelesen: November 2016 als Rezensionsexemplar

Achtung: Band 3 einer Reihe. Zur Rezension des ersten Bandes geht es hier.

Klappentext

Aller guten Dinge sind drei - das Finale der »Black Blade«-Trilogie!
Als Diebin hat Lila Merriweather eine Begabung für drei Dinge: Erstens, sich in den Schatten zu verbergen. Zweitens, überall unbemerkt einzubrechen. Und drittens, Geheimnisse zu lüften. Diese Talente kommen ihr auch bei ihrer Arbeit als Bodyguard der Sinclair-Familie zugute - immerhin eine der mächtigsten magischen Mafiafamilien in Cloudburst Falls. Jeder weiß, dass Victor Draconi sie und die anderen Familien einkassieren will - und vorhat, jeden einzelnen Sinclair umzubringen. Doch was niemand weiß, ist, dass Lila ihm auf den Fersen ist. Auf keinen Fall wird sie zulassen, dass der Mann, der ihre Mutter getötet hat, weiteren Menschen, die ihr etwas bedeuten, Schaden zufügt. Nicht so lange es noch Häuser gibt, in die sie einbrechen kann, nicht so lange es noch Dinge gibt, die sie stehlen muss und besonders nicht so lange Devon Sinclair an ihrer Seite kämpft ...


Meine Meinung

Idee
Die Geschichte um Lila Merriweather als Leibwächterin von Devon ist noch nicht zu Ende, denn die Sinclairs, die mittlerweile auch zu ihrer Familie geworden sind, und die anderen Familien der Stadt sind immer noch in Gefahr. Victor Draconi, das Oberhaupt einer der mächtigsten Familien von Cloudburst Falls hat den heimlichen Plan, sie anzugreifen und zu vernichten. Lila weiß davon und versucht das zu verhindern.
Charaktere
Bei diesem Band ist mir besonders aufgefallen, wie toll es doch ist, eine weibliche, starke Protagonistin zu haben. Lila ist mir immer mehr ans Herz gewachsen, genauso wie mir die gesamte Sinclair-Familie immer sympathischer wird. Auch Oscar, der Pixie, der für Lila zuständig ist, möchte man am liebsten persönlich kennen lernen.
Umsetzung
Wie auch bei den Vorgängern ist es mir bei diesem Band nicht schwer gefallen, wieder in die Geschichte rein zu finden, da man als Leser sehr gut über die Handlung der letzten beiden Bände "nebenbei" informiert wird. Auch was die Spannungsbögen und die Überraschungsmomente betrifft, knüpft der dritte Band an die Reihe nahtlos an, wodurch das lesen wirklich Spaß gemacht hat. Einige Stellen haben es wirklich geschafft, mich zu berühren. Hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht in der Bahn gesessen, wäre vielleicht die ein oder andere Träne gekommen. Und genau deshalb war der Band sogar noch etwas besser als es die ersten beiden sowieso schon waren.
Bewertung
Fiese Gegner, viel Spannung & große Emotionen - eine klare Leseempfehlung für diesen grandiosen Abschluss der Trilogie von mir!
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥

Die Reihe



Amerikanische Cover

Die englischsprachigen Bände sind im Kensington-Verlag erschienen.


Vielen Dank an ivi für das Rezensionsexemplar!

Gefangen zwischen den Welten



Titel: Gefangen zwischen den Welten
Originaltitel: The Secret Fire
Autor: Sara Oliver

Reihe: Band 1 der Welten-Trilogie
Seitenanzahl: 416
Erschienen: 24.08.2016
Verlag: Ravensburger

Genre: Science-Fiction, Thriller, Jugendbuch
Themen: Parallelwelten

gelesen: Oktober 2016 


Klappentext

Ve kann es kaum glauben: Sie ist tatsächlich in eine andere Welt gereist - und steht ihrer Doppelgängerin gegenüber. Obwohl die Mädchen ein und dieselbe Person sind, könnten ihre Leben kaum unterschiedlicher sein ...

Für Fans von


Meine Meinung

Meine Meinung
Das Cover ist ein totaler Hingucker und der Grund, warum ich auf der Frankfurter Buchmesse am stressigen Messesamstag während einer kleinen Verschnaufpause in das Buch rein gelesen habe. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob es etwas für mich ist. Da mit dem Slogan Auftakt einer romantischen Parallelwelt-Trilogie beworben wird. Parallelwelten klingen eigentlich ganz interessant, können aber auch schnell langweilig werden, vor allem wenn es "nur" eine Romantikgeschichte ist. Dafür konnte das Buch mich wirklich überraschen, denn meiner Meinung nach handelt es sich eher um einen Thriller, denn die romantische Liebesgeschichte ist eher schmückendes Seitenthema. Aber worum geht es eigentlich? Ves Eltern leben getrennt. Während ihre Mutter mit ihr um die Welt reist, nämlich von einem Arbeitsplatz zum nächsten, ist ihr Vater ein Wissenschaftler, der sich vor einigen Jahren in seine eigene Welt aus Formeln und Berechnungen zurück gezogen hat. In den Ferien soll sie nun ihren Vater besuchen, aber als sie an seinem neuen Wohnort ankommt, muss sie feststellen, dass er seit einigen Tagen verschwunden ist, zusammen mit seltsamen Nachrichten. Ve findet dann heraus, dass ihr Vater an Parallelwelten geforscht hat und eine Möglichkeit gefunden hat, mit der man in eine Parallelwelt reisen kann. Dabei fand ich besonders gut, dass hier das Konzept von Parallelwelten einfach erklärt wurde. Ve reist in diese Parallelwelt und trifft dort auf ihr eigenes, aber doch ganz anderes Ich und lernt eine andere Version ihres Lebens kennen - sozusagen ein was wäre wenn. Das Geheimnis um das mysteriöse Verschwinden ihres Vaters bleibt aber und die Spuren führen zu dem mächtigen Konzern TRADE, der in der Parallelwelt für viel Böses verantwortlich ist.
Mir hat die Geschichte besonders gut gefallen, weil es genau die richtige Mischung hatte. Etwas Science-Fiction, etwas Teenagerprobleme, viel Spannung und etwas Erste Liebe. An einer Stelle ist mir besonders negativ aufgefallen, dass die Lösung des "'Rätsels" doch so offensichtlich war (bezüglich des Märchenbuchs...), aber es Seiten gedauert hat, bis Ve darauf gekommen ist. An anderen Stellen konnte mich das Buch aber wirklich überraschen - Wendungen, die ich nicht geahnt hätte.
Bewertung
Kein Liebesroman, aber dafür voller Spannung!
Meine Bewertung:
4+/5 ♥♥♥♥
Über den zweiten und dritten Band konnte ich bisher leider noch nichts heraus finden.

Das Kirchenhasser-Brevier



Titel: Das Kirchenhasser-Brevier - Ein verlorener Sohn rechnet ab
Autor: Ulli Schauen

Seitenanzahl: 242
Erschienen: April 2010
Verlag: Heyne

Genre: Sachbuch
Themen: katholische und evangelische Kirche, Moral, Kritik

gelesen: Oktober 2016 als Rezensionsexemplar (eBook)






Klappentext

Gott, was machen Deine Diener?
Die Kirchen haben die Moral gepachtet – fühlen sich aber nicht daran gebunden. Die katholische Kirche verkündet den Vorrang des Lebens – und nimmt Aids-Tote in Kauf, wenn sie Kondome verbietet. Die evangelische Kirche predigt Erbarmen – und beteiligt sich an der Abschiebung von Ausländern. Vom Kindergarten über die Seelsorge bis zur Entwicklungshilfe – Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Ulli Schauen, Spross einer Pfarrersfamilie, deckt auf, was die Kirchen gern verbergen würden. Und sagt, warum sie so viel besser sein könnten.
Ein Bekenntnisbuch für Gläubige und Ungläubige.

Ich habe lange überlegt, wie ich dieses Buch rezensiere und ob ich es überhaupt rezensiere. Ich habe überlegt, ob ich mich trauen soll, diesen Beitrag zu veröffentlichen, ja, ich habe sogar etwas Angst davor. Wie werden die Reaktionen sein? Gibt es böse Kommentare, werde ich beleidigt werden? Dieses Buch ist das erste auf diesem Blog, das keine fiktive Handlung enthält, sondern eine ganz reale gesellschaftliche Debatte behandelt. Ich habe bisher keine guten Erfahrungen mit Kritik an der Kirche in meinem persönlichen Umfeld gehabt. Ja, Kritik oder Zweifel sind unerwünscht und werden bekämpft. Ich bin auf Wände voller Unverständnis, Weghören und Ignoranz geprallt. Ich habe Argumente hervor gebracht, aber es wird nicht hingehört oder wenn, dann wird aus dem neuen Wissen nichts gemacht. Ich habe eines aus meiner Vergangenheit gelernt: Mit den meisten gläubigen Menschen kann man nicht sachlich diskutieren. Sie sehen jede Kritik an der Kirche oder an dem Glauben als einen Angriff auf sich selbst. Ich wurde angegangen, von meiner eigenen Familie. Nur weil ich nicht alles akzeptieren kann. Weil ich eine selbstständige und unabhängige Frau bin, die ein einfaches "Das ist halt so." oder "Andere sind auch nicht besser." nicht einfach hinnehmen kann. Denn genau diese Aussagen sind keine Entschuldigung.

Aber ich habe den Mut gefunden, diese Rezension trotzdem zu veröffentlichen, weil es mir wichtig ist und weil es für jeden wichtig sein sollte. Ich selbst bin katholisch aufgewachsen, wurde getauft, bin zur Erstkommunion und zur Firmung gegangen. Ich war in einem katholischen Kindergarten, war Messdienerin und auf einer katholischen Privatschule und genau dieser Schule verdanke ich, wo ich jetzt stehe. Ich verdanke es meinem Religionslehrer in der Oberstufe, durch den ich erst gelernt habe, zu hinterfragen. Nicht einfach alles nachzuplappern und eigenständig zu denken, Fragen zu stellen und sich mit einfachen Antworten nicht abspeisen zu lassen.  Heute weiß ich, dass er wahrscheinlich dadurch seinen Job riskiert. Als Angestellter in einer kirchlichen Schule hätte er uns so etwas niemals beibringen dürfen, ja sogar nicht mal selbst denken dürfen, obwohl der Staat ihn bezahlt. Er hätte uns erzählen sollen, wie toll "Gott" doch ist. Kritik oder Zweifel? Selbstständig denkende Menschen? Nicht doch! So schrieb auch Papst Paul VI. 1968 zum 82. Deutschen Katholikentag in Essen eine Botschaft an die Gläubigen:

"Nicht wenige nehmen heute für sich die Freiheit in Anspruch, ihre rein persönlichen Ansichten mit jener Autorität kundzutun, die sie offensichtlich dem streitig machen, der von Gott dieses Charisma besitzt. Man möchte gern erlaubt wissen, daß jeder in der Kirche meinen und glauben kann, was ihm beliebt. Dabei bedenkt man aber nicht, daß nur der sich voll und ganz in den Dienst der Wahrheit stellt, der sich dem Lehramt der Kirche unterordnet." (Quelle: http://www.zeit.de/1968/37/die-linken-frommen-auf-dem-marsch/)

Einfach gesagt: Nur wenn du dich dem Papst und seinen Lehren vollständig unterordnest, bist du ein richtiger Katholik. Diese Haltung zieht sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Kirche. Genau das hat mir das Brevier von Schauen wieder einmal bestätigt, mit eindrucksvollen und erschreckenden Beispielen von Theologen, die ihren Job und ihre Lehrerlaubnis verloren haben, weil sie es gewagt haben zu zweifeln und die kirchliche Lehre in Frage zu stellen.

Mein Relilehrer in der Oberstufe war der erste Lehrer, der eigene Meinungen nicht niedergemacht hat, solange man sie gut begründen konnte. Er war derjenige, der selbst auch Kritik am Christentum und besonders an der Kirche geäußert hat. Er war der erste, der mit verständlich gemacht hat, dass die Kirche nichts mit dem Glauben zu tun hat. Und dass man auch ohne die Kirche glauben kann. Zu Beginn der Oberstufe habe ich selbst schon nicht mehr geglaubt. Ich habe in der Oberstufe von der Erbsünde, der angeblichen Unfehlbarkeit des Papstes und noch viel mehr erfahren. Am Ende der Oberstufe wusste ich, warum ich nicht glauben sollte und warum ich die Kirche nicht unterstützen darf. Weil ich es nicht mit meinem Gewissen und meinem gesunden Menschenverstand, der nach Gerechtigkeit schreit, vereinbaren kann. Es hat etwas gedauert, aber nachdem ich von zuhause ausgezogen war, habe ich mir zum 20. Geburtstag den Kirchenaustritt selbst geschenkt. Es war ein befreiendes Gefühl, zum örtlichen Gericht zu gehen und ganz offiziell der Kirche den Rücken zu kehren, ein kleines Zeichen zu setzten, um zu sagen: Da mache ich nicht mehr mit. Ich unterstütze diese Kirche nicht mehr.

Ein Brevier oder Brevarium ist ein kurz gefasstes, eigenständiges Werk. Dabei ist der Titel Das Kirchenhasser-Brevier vom Autor Ulli Schauen absichtlich provokativ gewählt, denn aus Reihen der Kirche wird ihn sowieso keiner ernst nehmen. Es handelt sich bei diesem Buch nicht direkt um eine Kritik am Christentum, obwohl es dort auch viel zu kritisieren gibt, sondern um eine bewusst einseitig geschriebene Kritik an der Institution Kirche - sowohl an der evangelischen als auch der katholischen. Für jeden, den schon länger eine Aufzählung interessiert, was in Deutschland mit den beiden großen Kirchen falsch läuft, ist dieses Buch perfekt.

Anders als der Titel vermuten lässt, schreibt Schauen sehr sachlich, mit Quellen belegt und frei von jeglichem Hass. Mehr ist auch gar nicht nötig, denn der Inhalt und die anschaulichen Vergleiche und Gedankenspiele sprechen für sich. Kurz gesagt: Die Taten und Ansichten der Kirchen sprechen für sich. Es handelt sich um eine Mischung aus Recherchearbeit, Einzelschicksalen und eigenen Erfahrungen, bei denen man am Ende einfach nicht mehr weg schauen kann.

Das Thema, das sich dabei wie ein roter Faden durch das gesamte Buch zieht, ist die fehlende konsequente Trennung von Kirche und Staat.

Das besondere an den Kirchen ist, dass sie sich als soziale Wohltäter verkaufen, während den Großteil davon der Staat (und nicht nur die Kirchenmitglieder!) zahlt. Dass sie "kirchliche" Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Altenheime kontrollieren, aber nur einen Bruchteil davon bezahlen - fast alles davon zahlt nämlich der Staat. Dass sie über zwei Millionen Arbeitnehmer in Deutschland nach ihrem eigenen kirchlichen Arbeitsrecht beschäftigen, aber diese meist auch vom Staat bezahlt werden. Und unter diesem Arbeitsrecht möchte ich nicht arbeiten. Es hat den Arbeitgeber nichts anzugehen, was ich denke oder glaube. Oder ob ich nochmal heirate oder nicht. Oder ob ich aus der Kirche austrete oder nicht. Der gesunde Menschenverstand sagt mir, dass das nichts mit meiner Arbeit als Arzt, Erzieherin, Elektriker oder einem anderen Job zu tun hat. Manche haben aber keine Wahl. Die Kirche dominiert immer mehr als Arbeitgeber und reißt sich immer mehr Einrichtungen unter den Nagel, in denen sie dann ihre Gesetzgebung diktiert. Und der Staat unterstützt das noch.

"Das gefährdet die Religionsfreiheit, denn zu dieser gehört auch das Recht, keiner Kirche anzugehören oder aber eine nichtchristliche Religion zu haben -  und trotzdem mit den gleichen Berufschancen als Krankenschwester, Sozialarbeiter oder Erzieher zu arbeiten." (Das Kirchenhasser-Brevier)

Ich wusste zwar davon und es hat mich schon vorher aufgeregt, aber die Tragweite und das Ausmaß waren mir vorher nicht bewusst. Außerdem gibt es Verträge der Kirchen mit dem Staat Deutschland, die ihnen allerlei Rechte einräumen (ohne überhaupt eine Gegenleistung zu erbringen). Kirchen haben eine eigene Gesetzgebung, eigene kirchliche Gerichte, müssen keine Erbschaftsteuer zahlen, bekommen vom Staat jede Menge Geld und dürfen jede Menge kontrollieren. Und diese Verträge können nicht gekündigt werden. Man stelle sich vor, Deutschland würde solche Verträge mit dem Islam abschließen. Der Aufschrei wäre groß. Genau dieses Gedankenspiel hat Schauen gemacht.

Von Schauen hätte ich mir etwas mehr von der Rolle der Frau und den Vergewaltigungsskandalen in den Kirchen erhofft. Letzteres wurde fast überhaupt nicht behandelt und zu den Frauen lieferte Schauen doch einige interessante Aspekte. Warum das Christentum zum Beispiel nicht besser ist als der Islam und Christen absolut nicht das Recht haben, mit drohendem Finger auf andere zu zeigen und sich zu beschweren.

Auch toll war das Kapitel über "christliche Werte" oder dem "christlichen Menschenbild". Oft wird nach den christlichen Werten des Abendlandes geschrien, dabei weiß niemand überhaupt, was damit gemeint ist. Oder verwechselt sie einfach mit europäischen Werten oder den Werten, die im deutschen Grundgesetz verankert sind. Das sind Werte, die von den Kirchen jahrhundertelang bekämpft wurden. Wenn also jemand sich für diese Werte rühmen möchte, dürfen es nicht die Kirchen sein.
Dass die Kirche sich als moralisch höher gestellt gibt, aber selbst nicht besser ist, das sorgt für Aufregung in diesem Buch.

Ein weiteres spannendes Kapitel handelte von dem Elend der Theologie und von dem Verbot, konsequent zu Ende zu denken. Am Rande sei bemerkt, dass die Kirche viele Professuren (und das nicht nur in der Theologie) bestimmt, also ein wichtiger Teil der Forschung in kirchlicher Hand ist. Es besteht ein "krasser Gegensatz zwischen wissenschaftlicher Lehre und Predigt". Und weiter:

"Dieselben Theologie-Professoren, die im Uni-Seminar lehrten, dass Jesus nicht von den Toten auferstanden sei, predigten den Gläubigen beim Universitätsgottesdienst das Gegenteil. Im Gottesdienst brachten die Theologen ihrer Gemeinde Abraham und Moses als reale Charaktere nahe, in den Vorlesungen hingegen referierten sie, dass Abraham gar nicht existiert habe und von Moses wenig mehr als sein ägyptischer Name bekannt sei. Für alle, die Theologie studieren, sind solche Aussagen ein alter Hut [...]."

Das hat gesessen. Und er hat Recht. Wenn man selbst nur ein bisschen sucht, findet man die ganzen Belege dafür. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ein weiteres Zitat muss ich euch noch nennen:

"So gut wie alles, was die Gemeinde, ob katholisch oder evangelisch, jeden Sonntag in Messe und Gottesdienst als Glaubensbekenntnis spricht - Jungfrauengeburt, Auferstehung, Gottessohnschaft, Dreifaltigkeit - ist mit den Erkenntnissen der historisch-kritischen Forschung nicht vereinbar."

Ich wurde indoktriniert. Alle Kinder, die religiös erzogen werden, werden indoktriniert. Religionsunterricht indoktriniert. Normalerweise lernt man in der Schule, Tatsachen. Mathe, Deutsch, Erdkunde, Physik, ... alles Dinge, die auf Tatsachen beruhen. Bis auf Religion. Im katholischen oder evangelischen Religionsunterricht lernt man, wenn man nicht gerade wie ich das Glück hatte, in der Oberstufe einen guten Lehrer zu bekommen, Christen = gut. Alle anderen = schlecht. Man lernt, als ob die Bibel ein Geschichtsbuch wäre, als ob sie auf realen Tatsachen beruhen würde. Man lernt, dass es Gott gibt und nicht dass manche Leute glauben, dass es einen Gott gibt. Gott wird als real dargestellt und nicht als eine unsichtbare Phantasiefigur. Warum glauben wir? Weil uns unsere Eltern, die Menschen in unserer Umgebung erzählen, dass es so ist. Nicht weil wir von alleine darauf gekommen sind.

Was bleibt am Ende von der Kirche übrig? Was unterscheidet die Kirche noch von einer Sekte? Also wenn ich Sekte google, dann sagt mir Google, dass eine Sekte "eine Glaubensgemeinschaft [ist], die im Gegensatz zu den großen Religionsgemeinschaften relativ wenig Mitglieder hat." Weiter später stößt man darauf, dass eine Sekte eine Gemeinschaft ist, deren Ansichten abwegig sind und deren ethnischen Grundwerte der Gesellschaft widersprechen. Die Kirche verstößt gegen die Grundrechte, ist gegen die Meinungsfreiheit, gegen körperliche Unversehrtheit, gegen das Gleichbehandlungsgesetz und noch viel mehr. Die Kirche ist eine große Sekte.

Was macht man nun mit dem Wissen? Wegsehen und so tun, als ob nichts gewesen wäre? Als ob man nichts Neues erfahren hat? Weiter schön brav Kirchensteuer zahlen und in seiner eigenen, kleinen Fantasiewelt leben, in der alle schön in Ordnung ist? In der die Kirche "sozial" ist?  Oder austreten, ein kleines, aber dennoch starkes Zeichen setzen. Ich habe es gemacht.

Wer immer noch nicht überzeugt ist, sollte dieses Buch lesen.


Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

Secret Fire - Die Entflammten von C.J. Daugherty



Titel: Secret Fire - Die Entflammten
Originaltitel: The Secret Fire
Autor: C.J. Daugherty (Christi Daugherty) und Carina Rozenfeld

Reihe: Band 1 der Dilogie
Seitenanzahl: 442
Erschienen: Juli 2016
Verlag: Oetinger

Genre: Fantasy, Jugendbuch
Themen: Hexen, magische Kräfte

gelesen: Oktober 2016 


Klappentext

Wird die Liebe das Schicksal besiegen? Der 17-jährige Sacha setzt sein Leben mit spektakulären Aktionen aufs Spiel – weiß er doch, dass er nicht sterben kann (jedenfalls nicht vor seinem 18. Geburtstag). Grund ist ein uralter Fluch, der seit Generationen auf seiner Familie lastet. Ein Fluch, von dem ihn nur die 17-jährige Taylor erlösen kann. Doch der Preis dafür ist hoch. Ist sie bereit, sich und ihre Zukunft für Sacha zu opfern? Charmant, actionreich und romantisch: Secret Fire ist der Auftakt eines neuen Zweiteilers von Night-School-Bestseller-Autorin C. J. Daugherty.


Zitat

S. 158


Meine Meinung

Dieses Mal schreibe eine etwas unstrukturierte Rezension - einfach weil ich Lust darauf habe!

Meine Meinung
Ich muss zugeben, dass das Buch schon etwas länger in meinem Bücherregal gewartet hat, weil ich es noch eingeschweißt hatte und es nicht direkt lesen konnte, als ich es gewonnen hatte. So hat es neben vielen anderen Büchern erstmal ein ganz angenehmes, aber einsames Leben geführt. Schuld daran war wirklich der Klappentext hinten auf dem Buch (siehe Bild oben), der absolut nicht dem auf der Website entspricht. Da das Buch auch noch eingeschweißt war (ich öffne sie meistens so spät wie möglich), habe ich natürlich auch nicht den etwas längeren Klappentest auf der Innenseite des Umschlags gelesen. Der hinten auf dem Buch ist nämlich nicht ganz so vielversprechend und deutet Sachas Schicksal - nämlich den Fluch, nur am Rande an. Aber genau das ist eigentlich das Hauptthema dieses Buches. Und hinten klingt es eben hauptsächlich nach einer Liebesgeschichte à la Bad Boy - Good Girl und darauf hatte ich keine Lust. Warum ich es dann doch gelesen habe? Langeweile während einer Erkältung (und einem Tag im Bett) und das schöne Cover, das mich spontan in meinem Bücherregal angelächelt hat. Was mich auf etwas bringt, das ich euch zeigen möchte. Seht ihr das kleine Bild rechts? Das war das ursprüngliche Cover, das für dieses Buch geplant war und noch so in der Verlagsvorschau von Oetinger zu finden war. Absolut nicht mein Fall. Ich geb's nicht gern zu, aber ich lasse mich immer extrem vom Cover beeinflussen. Das war bei der Night-School-Reihe von C.J. Daugherty übrigens auch das Problem. Den ersten Band hatte nämlich meine kleine Schwester zum Geburtstag geschenkt bekommen und es sah total nach einem Kinderbuch aus, aber das dann so eine Geschichte darin steckt, hätte ich von Außen nie vermutet! Aber genug geredet: Kommen wir zu Secret Fire.

Ich war zu Beginn gespannt darauf, wie Daugherty das neue Genre Fantasy meistert, da Night School keine fantastischen Elemente enthalten hat - und ich war positiv überrascht! Ich bin eigentlich mit keinen Erwartungen an das Buch heran gegangen und habe eine Geschichte mit der perfekten Mischung aus Spannung, Fantasy, jugendlicher Turtelei und Geheimnissen bekommen. Manche mögen sagen, dass ihnen die Spannung gefehlt hat, aber dem kann ich nicht zustimmen. Jedes Kapitel hatte seine Berechtigung und war für Entwicklung der Geschichte unheimlich wichtig. Wie sonst sollte man eine so tolle Grundidee nach und nach an die Leser bringen, ohne gleich mit der Tür ins Haus zu fallen und alles zu verraten? Deshalb erfahrt ihr übrigens von mir auch nicht, was es genau mit dem Fluch auf sich hat - außer eben das, was im Klappentext steht.

Besonders an Secret Fire sind verschiedenen und wunderschönen Handlungsorte. Der siebzehnjährige Sacha, der übrigens wenn es nach dem Fluch geht, nur noch sieben Wochen zu leben hat, wohnt in Paris in einer kleinen Wohnung mit seiner Mutter und seinen kleinen Schwester. Dahingegen ist Taylor in England zuhause. Sie möchte unbedingt in Oxford studieren, denn dort ist ihr Großvater Professor. Das schöne ist, dass es einmal querbeet geht, was die Handlungsorte anbelangt. Vom strahlenden Sonnenschein auf grünen Wiesen an idyllischen Flüssen zu düsteren Ecken mit fiesen Schurken, mit denen man eigentlich überhaupt nicht allein sein möchte. Diese Vielfältigkeit konnte mich begeistern - denn genau dadurch wurde es nie langweilig.

Auch die Handlung blieb interessant - mal war es spannend, dann wieder aus dem Alltag eines Teenagers und mal hat man mehr über den geheimnisvollen Fluch erfahren, in den sowohl Sachas als auch Taylors Familie verwickelt sind und dessen Ursprünge mehrere Jahrhunderte zurück liegen. Es war also sehr abwechslungsreich.

Positiv ist mir auch aufgefallen, dass sich das Buch sehr gut kapitelweise lesen ließ, denn ein Kapitel war immer inhaltlich in sich abgeschlossen, sodass man das Buch (auch wenn es schwer fiel) nach einer langen Lesenacht guten Gewissens weg legen konnte (nur um natürlich am nächsten Tag gleich weiter zu lesen!).
Bewertung
Abwechslungsreich, spannende Idee, tolle Umsetzung - ihr müsst es einfach lesen! Wer Night School geliebt hat, wird auch Secret Fire auf jeden Fall lieben.
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe



Der zweite Band der Dilogie "The Secret City" (Secret Fire - Die Entfesselten) ist bereits in Originalsprache erschienen, einen Erscheinungstermin in Deutschland steht aber noch nicht ganz fest.
Im Vergleich zum Original ist das deutsche Cover meiner Meinung nach besser gelungen.



Wie hat euch das neue Buch von C.J. Daugherty gefallen?

Das Juwel - Die weiße Rose (Band 2) von Amy Ewing



Titel: Das Juwel - Die Gabe
Originaltitel: The Lone City - The White Rose
Autor: Amy Ewing

Reihe: Band 2 der Trilogie
Seitenanzahl: 400
Erschienen: 25.08.2016
Übersetzung: Andrea Fischer
Verlag: FJB

Genre: Dystopie, Jugendbuch
Themen: Unterdrückung, magische Kräfte

gelesen: September 2016 


Klappentext

Violet ist auf der Flucht. Nachdem die Herzogin vom See sie mit Ash, dem angestellten Gefährten des Hauses, ertappt hat, bleibt Violet keine Wahl, als aus dem Palast zu fliehen oder dem sicheren Tod ins Auge zu sehen. Zusammen mit Ash und ihrer besten Freundin Raven rennt Violet aus ihrem unerträglichen Dasein als Surrogat der Herzogin davon. Doch das Juwel zu verlassen ist alles andere als einfach. Auf ihrem Weg durch die Kreise der Einzigen Stadt verfolgen die Regimenter des Adels sie auf Schritt und Tritt. Die drei Geflohenen schaffen es nur äußerst knapp, sich in die sichere Umgebung eines geheimnisvollen Hauses in der Farm zu retten. Hier befindet sich das Herz der Rebellion gegen den Adel. Zusammen mit einer neuen Verbündeten entdeckt Violet, dass ihre Gabe sehr viel mächtiger ist, als sie sich vorstellen konnte. Aber ist Violet stark genug, sich gegen das Juwel zu erheben?


Meine Meinung

Kurzmeinung
Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung der Juwel-Reihe gewartet. Vor mehr als einem Jahr habe ich den ersten Band am Flughafen in Mallorca als unser Flug über acht Stunden verspätet war spontan zu lesen begonnen (ich hatte ja nichts besseres zu tun...). Er hat mir so gut gefallen, dass ich ihn förmlich verschlungen habe. Bevor ich den zweiten Band jetzt gelesen habe, habe ich den ersten Band nochmal gelesen und er war genauso gut wie ich ihn in Erinnerung hatte.
Der Folgeband knüpft direkt an die Geschichte des ersten Bandes an. Es geht genauso spannend weiter wie bisher, nur lernt man die dunkle Seite des Juwels viel besser kennen. Überraschen konnte mich Amy Ewing mit den harten ... Verschwinden mancher lieb gewonnen Figuren. Es finden einige Schauplatzwechsel statt und die ganze Atmosphäre ändert sich. In diesen Punkten hat mir der erste Band etwas besser gefallen. Trotzdem konnte mich das Neue überzeugen, auch weil man mehr über die Geschichte der einzigen Insel erfährt. Bei einzelnen Fantasy-Elementen bin ich mir noch nicht sicher, ob sie mir gefallen oder nicht und ob alles von der Autorin so von Anfang an geplant war oder sich eher ergeben hat, weil der erste Band so gut ankam und man eine Trilogie daraus machen wollte. Wie auch immer, ich werde auf jeden Fall auch den nächsten Band lesen.
Bewertung
Tolles und spannendes Buch, das man unbedingt lesen sollte, wenn man den ersten Band geliebt hat, aber leider reicht der zweite Band nicht ganz an den Auftakt heran.
Meine Bewertung:
4/5 ♥♥♥♥

Die Reihe

Der dritte Band der Trilogie "The Lone City – The Black Key" erscheint in Originalsprache am 04.10.2016.



Wie hat euch der zweite Band gefallen?