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Anonym von Poznanski/Strobel




Titel: Anonym
Autoren: Ursula Poznanski und Arno Strobel

Seitenanzahl: 384
Erschienen: 21.09.2016
Verlag: Wunderlich (rowohlt)
Genre: Thriller, Krimi, Erwachsenenbuch

gelesen: Januar/Februar 2016 als Rezensionsexemplar

Tut mir leid, dass es momentan etwas stiller ist, ich bin mitten in der Klausurzeit & in meiner Bachelorarbeit, aber diesen Thriller muss ich euch jetzt endlich vorstellen!


Klappentext

«Es liegt an euch, wer lebt und wer stirbt» Du verabscheust deinen Nachbarn? Du hast eine offene Rechnung mit deiner Ex-Frau? Du wünschst deinem Chef den Tod? Dann setze ihn auf unsere Liste und warte, ob die anderen User für ihn voten. Aber überlege es dir gut, denn manchmal werden Wünsche wahr... Es ist der erste gemeinsame Fall von Kommissar Daniel Buchholz und seiner Kollegin Nina Salomon, und er führt sie auf die Spur des geheimnisvollen Internetforums "Morituri". Dort können die Mitglieder Kandidaten aufstellen und dann für sie abstimmen. Dem Gewinner winkt der Tod. Aber das Internet ist unendlich, die Nutzer schwer zu fassen. Nur der Tod ist ausgesprochen real, und er ist näher, als Buchholz und Salomon glauben...

Zitat

Meine Meinung

Meinung
Einer der besten Thriller, die ich seit langem gelesen habe! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, was besonders an einer plötzlichen Wendung lag, die ich absolut nicht voraus gesehen habe. Sehr positiv aufgefallen ist mir außerdem die wirklich schon liebevolle Gestaltung der Hauptfiguren. Nina Salomon kommt neu nach Hamburg und wird gleich an ihrem ersten Tag mit einem neuen Todesfall konfrontiert, den sie zusammen mit ihrem neuen Kollegen Daniel Buchholz aufklären soll. Das Problem ist dabei aber, dass die beiden sich vom ersten Augenblick eigentlich überhaupt nicht leiden können. Während Daniel Nina in ihre Sneakers für schmuddelig hält, sieht Nina in Daniel einen Schnösel in Designerkleidern. Dadurch bekommt die ganze Handlung eine sehr angenehme Nebengeschichte, die die Entwicklung zwischen den neuen Kollegen verfolgt. Gleichzeitig darf man natürlich nicht den super spannenden Kriminalfall vergessen. In dem Forum Morituri lässt der Admin Trajan über mögliche Opfer abstimmen. Er bringt die Gewinner anschließend auf grausame Weise um. Dabei erhalten die Mitglieder des Forums eine ganz perfide Rolle, denn sie machen sich zum Mittäter. Sie wiegen sich durch die Anonymität in Sicherheit. Erinnert hat mich das an Nerve - Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen (ein Buch, zu dem 2016 der Film erschienen ist). Wer Nerve geliebt hat, wird anonym noch besser finden!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥♥
Vielen Dank an Wunderlich für das Rezensionsexemplar!

Rezension || Die Lügen der Anderen von Mark Billingham



Titel: Die Lügen der Anderen
Originaltitel: Rush of Blood
Autor: Mark Billingham

Seitenanzahl: 416
Erschienen: 08.02.2016
Verlag: Heyne
Übersetzung: Peter Torberg

Genre: Krimi, Erwachsenenbuch
Themen: Florida, England, Urlaub, Mord, Lügen

gelesen: Februar 2016 als Rezensionsexemplar (TB)




Klappentext

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.



Zitat

S. 270 - Der Täter

Ich muss sagen, dass es mir bei diesem Buch wirklich schwer gefallen ist, aus den vielen Zitaten, die ich mir markiert habe, eines auszuwählen!

Meine Meinung

Idee
Jeder hat Geheimnisse, die er hinter einer Wand aus Lügen versteckt. Und kleine und große Lügen sind das, was dieses Buch ausmacht.
Charaktere
Dave und Marina, Angie und Barry und Ed und Sue sind alle aus England, um genauer zu sein aus der Umgebung von London. Zufällig treffen sie sich in einem Resort in Sarasota in Florida im Urlaub. Sie lernen sich näher kennen, freunden sich an (wenn man das so nennen kann) und treffen sich sechs Wochen nach dem Urlaub zum Abendessen wieder. Alles könnte eine normale Urlaubsbekanntschaft sein, wäre nicht aus dem Resort am letzten Tag die kleine Amber-Marie verschwunden. Das Mädchen mit dem schönen Lächeln, das zusammen mit ihrer Mutter Patti Lee Wilson in dem gleichen Resort im Urlaub war. Gleichzeitig versuchen Jeff Gardener und Jenny Quilan herauszufinden, wer der Täter ist.
Schreibstil
Man erfährt das Geschehen anhand einer handvoll eMails und der abwechselnden Beschreibung einer der Figuren. Dabei erfährt man besonders viel über die Gedankenwelt der Protagonisten. Schnell merkt man als Leser, dass jeder seine Geheimnisse hat und die ein oder andere Lüge erzählt. Dass alles nicht so ist, wie es scheint. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden zu der Zeit in Florida, aber der Haupterzählstrang dreht sich um die gemeinsamen Treffen der drei Pärchen. Dabei macht Mark Billingham immer wieder Andeutungen und säht Zweifel, sodass man sich als Leser überhaupt nicht sicher ist, wem man trauen kann. Dann kommt noch hinzu, dass es immer wieder Kapitel gibt, in denen der Täter erzählt und mit dem Leser spricht. Natürlich ohne zu verraten, wer es ist. Sicher weiß man nur: Einer von ihnen war es und jeder hat etwas zu verbergen.
Umsetzung
Ich kann eindeutig verstehen, warum das Buch wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste in Groß-Britannien war. Bei Die Lügen der Anderen handelt es sich um einen Kriminalroman, der wirklich klasse umgesetzt ist. Dabei finde ich den deutschen Titel sogar noch passender gewählt als den Originaltitel, denn die Lügen der Anderen sind bei diesem Buch wirklich das Hauptthema, das das Buch gerade so besonders macht. Es sind die Lügen, die Zweifel sähen, die den Leser argwöhnisch machen, sodass man bis auf den letzten Seiten wirklich keine Ahnung hat, wer der Täter ist. Gleichzeitig führ Billingham aber auch den Lesern vor Augen, wie wir im Alltag lügen. Die großen und die kleinen Lügen gegenüber Bekannten, Freunden aber auch dem Partner. Die Schreibweise lässt das Buch nicht langweilig werden, denn Billingham ist ein Meister der unerwarteten Wendungen, die ohne viel Action und mit überraschend wenig Blut auskommen.
Bewertung
Ein einzigartiger und ungewöhnlicher Krimi mit ständigen Zweifeln und unerwarteten Wendungen, den ich jedem (auch nicht unbedingt Krimi-Fans!) ans Herz legen kann. Ich werde jetzt definitiv noch mehr von dem Autor lesen.
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!

[Rezension] Ihr findet mich nie | Robert Wilson

Ihr findet mich nie Ihr findet mich nie


Titel: Ihr findet mich nie
Originaltitel: You Will Never Find Me
Autor: Robert Wilson

Seitenanzahl: 480 (broschiert)
Erscheinungsdatum: 29.09.2014 [D]
Verlag: Page & Turner

Genre: Thriller, Erwachsenenbuch
Themen: Pubertät, Trennung, London, Madrid
Leseprobe

gelesen: September 2015 als Rezensionsexemplar






Klappentext

Charlie Boxer ist der Beste, ein gesuchter Spezialist, wenn es um hochkarätige Entführungen geht – doch sein Familienleben ist ein Trümmerfeld, seine Ehe seit langem geschieden, seine siebzehnjährige Tochter Amy eine Fremde für ihn. So trifft es ihn völlig unvorbereitet, als Amy eines Tages spurlos verschwindet. Und in ihrer einzigen Nachricht an die Familie schwört sie, für alle Zeiten unauffindbar zu bleiben. Denn als Tochter einer Polizeikommissarin und eines Spezialermittlers weiß Amy, wie man Spuren verwischt. Doch Boxer lässt nicht locker. Endlich, nach langer Suche, findet er einen ersten Hinweis auf Amys Aufenthaltsort und reist nach Madrid – um dort die Ermittlungen im schlimmsten Fall seiner bisherigen Laufbahn aufzunehmen...


Ihr findet mich nie


Zitat

S. 200

Meine Meinung

Idee
Die Idee zum Buch widerspricht eigentlich in erster Linie einem Kriminalroman. Amy wird nicht entführt, sondern verschwindet auf eigenen Wunsch von zuhause und das sogar sehr sorgfältig. Sie hat alles geplant, hat zwei Briefe geschrieben und versucht, keine Spuren zu hinterlassen. Leider muss man ziemlich schnell erfahren, dass Amy sich überschätzt hat und die Situation nicht im Griff hat. Ihre Eltern versuchen sie verzweifelt zu finden. Dabei verläuft das Geschehen anders, als ich es erwartet hätte. Neben diesem Handlungsstrang gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der sich um den zehnjährigen Sascha dreht. Aber hier möchte ich nicht zu viel verraten, nur: Es ist eine separate Geschichte, die an einigen Stellen mit Mercy verknüpft ist und die ganze Handlung abwechslungsreich gestaltet, denn auch hier fiebert man mit.
Charaktere
Charles Boxer ist nicht nur ein Spezialist für Aufklärungen von Entführungen, er ist auch ein Vater, der seine Tochter Amy liebt, so wie wahrscheinlich die meisten Eltern. Auch Mercy, seine Ex-Frau, bei der Amy lebt, ist verzweifelt, als Amy von zuhause abhaut. Die Gefühle der Eltern waren sehr gut nachzuvollziehen und man konnte sich gut in sie hinein versetzen. Auch die siebzehnjährige Amy lernt man kennen, wenn auch nur für kurze Zeit. Neben diesen drei Personen gibt es noch weitere Nebencharaktere, die alle unterschiedlich gestaltet wurden.
Schreibstil
Die Geschichte wird im personalen Erzählstil in der Vergangenheit erzählt. Dabei wird zwischen verschiedenen Orten und Perspektiven gewechselt, sodass gleichzeitige Handlungen in London und Madrid gut dargestellt werden. Besonders gegen Ende des Buches, wenn sich die Handlung immer mehr zuspitzt, steigert das die Spannung. Die Sprache ist relativ einfach gehalten, teils zu den Charakteren passend. An manchen Stellen ist das Buch sehr gewaltvoll, es ist also nichts für junge Leser.
Cover
Das Cover zeigt den Königspalast in Madrid und gefällt mir sehr gut. Es hat einen Bezug zur Geschichte und ist trotzdem kreativ gestaltet. Auch die Farbe rot passt ebenfalls dazu, falls man rot als Symbol der Gewalt nimmt. Mein Exemplar war broschiert und war etwas größer als ein normales Taschenbuch und ist dafür auch etwas teurer. Mir persönlich gefällt diese Art besser als ein Taschenbuch.
Vorgänger
Das Buch "Stib für mich" von Robert Wilson, das ein Jahr früher erschienen ist, wird bei lovelybooks als Vorgänger angegeben. Ich habe es vorher nicht gelesen und hatte keine Probleme, mit "Ihr findet mich nie". Wie bei Kriminalromanen üblich, bauen hier die Handlungen der Reihen nicht zwangsweise aufeinander auf. Es handelt sich lediglich um einen anderen Fall von Charles. Außerdem wird an ein paar Stellen die Entführung von Alyshia, der Tochter seinen neuen Freundin, erwähnt, von der "Stirb für mich" handelt.
Bewertung
Zu Beginn hätte ich dem Buch 4/5 Punkten gegeben, da mir das gewisse Etwas zur Perfektion gefehlt hat. Das Finale hat aber dann den letzten Punkt gebracht. Das Buch ist voller Action und Spannung und hatte überhaupt keine Längen. Ich musste es einfach innerhalb von wenigen Tagen durchlesen, teilweise bis zu hundertfünfzig Seiten am Tag bis in die Nacht. Dieses Buch hält seine Leser in Atem und hat alles, was einen guten Thriller ausmacht, inklusive Bösewichten, denen man nie persönlich begegnen möchte.
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥


Ihr findet mich nie

Ihr findet mich nie

Vielen Dank an den Page&Turner-Verlag für das Rezensionsexemplar!