Posts mit dem Label Erwachsenenbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Erwachsenenbuch werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Die fremde Königin von Rebecca Gablé



Titel: Die fremde Königin
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 2 von ?
Seitenanzahl: 763
Erschienen: 27.04.2017
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juli/August 2017 als Rezensionsexemplar

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.




Klappentext

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und
Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. [... Der Rest des Klappentextes verrät viel zu viel.]

Meine Meinung

Idee
Vier Jahre nach dem ersten Band ist die Fortsetzung nun erschienen. Auch wenn man nicht zwingend Das Haupt der Welt gelesen haben muss, empfiehlt es sich natürlich, da man dadurch mehr Referenzen versteht und die Vorgeschichten zu gewissen Personen kennt, mit denen es das ein oder andere mehr oder weniger freudige Wiedersehen gibt. Der Roman begleitet die Geschichte um Otto über einen Zeitraum von elf Jahren. 
Umsetzung
Dieses Mal ist Gaidemar der Protagonist, dessen Geschichte man verfolgt. Als Bastard ohne Rang und Namen weiß er nicht einmal, wer seine Eltern sind. Als Panzerreiter versucht er sich selbst einen Namen zu machen. Er erhält den Auftrag, allein die junge, italienische Königin Adelheid zu retten, die von Berengar gefangen gehalten wird. Gleichzeitig versucht Berengar, Adelheid dazu zu zwingen, seinen Sohn Adalbert zu heiraten und es wird immer brenzliger für sie. Mir gefällt hier besonders, dass Adelheid als starke Frau auftritt, die auch in der schlimmsten Situation  nicht den Kopf verliert. Nicht nur an dieser Stelle spielen starke Frauen eine besondere Rolle in der Geschichte. Gaidemar rückt durch seinen Auftrag unweigerlich immer näher an die königliche Familie und damit Otto heran, weshalb sie - zwar auch widerstrebend - immer enger miteinander verbunden werden. Gaidemar und Adelheid wachsen einem dabei über all die "Jahre" wirklich ans Herz.
Rebecca Gablé hat es wieder geschafft, mit einer Mischung aus Liebesgeschichte, Intrigen, Kriegen und überraschenden Wendungen einen hervorragenden historischen Roman zu erschaffen. Wer den ersten Band ebenfalls gelesen hat, wird außerdem mit vielen Wiedersehen belohnt. 
Bewertung
Eine wirklich hervorragend gelungene Fortsetzung über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es wieder mal eine Leseempfehlung für Rebecca Gablé! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

 

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Das Haupt der Welt von Rebecca Gablé



Titel: Das Haupt der Welt
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 1 von ?
Seitenanzahl: 861
Erschienen: 04.10.2013
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juni 2017

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.



Klappentext

Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...

Meine Meinung

Idee
Vor Kurzem ist Die Fremde Königin erschienen, die den zweiten Band dieser Reihe über Otto den Großen bildet. Bei meinem ersten Buch von Rebecca Gablé bin ich unbewusst mitten in eine Reihe eingestiegen. Obwohl sich ihre Bücher auch sehr gut mit einem Quereinstieg lesen lassen, wollte ich dieses Mal doch noch den ersten Band lesen, weil man dadurch viel mehr Hintergründe und Rückgriffe kennt. Ich hatte außerdem mal wieder Lust auf einen historischen Roman, obwohl ich zugeben muss, dass mir die Zeit um Otto den Großen kaum etwas sagt und mein letzter Geschichtsunterricht über dieses Thema schon etwas länger her ist - perfekt also, um sie mal wieder aufzufrischen! 
Umsetzung
Zu Beginn von Das Haupt der Welt lernt man Otto noch in jungen Jahren kennen. Er ist mit 16 Jahren mit seinem Vater König Heinrich I. auf einem Feldzug durch das Slawenland. Gleich zu Beginn lernt man dort Tugomir und seine wunderschöne Schwester Dragomira kennen. Tugomir ist der eigentliche Protagonist dieses Romans, den man wegen seiner Eigenheiten und seinem Sinn für Gerechtigkeit während der Geschichte zu schätzen lernt. Besonders gut gefallen hat mir wieder, dass man die Protagonisten über einen längeren Zeitraum begleitet. Rebecca Gablé versteht sich darauf, so ausführlich wie nötig und so wenig wie möglich zu erzählen. Genau so, dass es spannend bleibt. Die Seiten sind wie im Flug vergangen. Intrigen wechseln sich mit Festen und Schlachten auf dem Feld ab, sodass es nie langweilig wird.
Bewertung
Ein herausragender historischer Roman über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

<

Der Circle von Dave Eggers




Titel: Der Circle
Autoren: Dave Eggers

Seitenanzahl: 560
Erschienen: 14.08.2014
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Themen: Überwachung, Transparenz, Geheimnisse
Genre: Dystopie

gelesen: Juni 2017




Klappentext

Huxleys Schöne neue Welt reloaded: Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles …

Zitat

Meine Meinung

Thema
Dave Eggers beschreibt in seinem dystopischen Thriller eine Welt, von der wir nicht allzu weit entfernt sind. Der Circle ist ein riesiges Unternehmen, das sich die Vollendung zur Aufgabe gemacht hat. Teil dessen ist die vollständige Transparenz und totale Kontrolle. Alles wird aufgezeichnet, überwacht, kontrolliert, nichts wird gelöscht. Die 24-jährige Mae kann dank ihrer zwei Jahre älteren Freundin Annie einen Job beim Circle ergattern. Dort lernt sie nicht nur viele andere begeisterte Menschen, sondern auch eine neue Seite von sich selbst kennen. Beeindruckt hat mich die Idee hinter dem Circle und die Motivation für mehr Transparenz - alles wichtige Ziele wie die Verringerung von Kriminalität, Kindesentführungen, Partizipation an Wahlen. Ja, ich kann den Wunsch nach mehr Transparenz und mehr Kontrolle verstehen. Auf der anderen Seite wurde die Problematik von vollständiger Transparenz und dem Wegfall von Privatsphäre am Beispiel von Maes Familie und Freunden dargestellt, was das Buch besonders und wichtig macht und wodurch es sich in eine Reihe mit 1984 von George Orwells und Brave New World von Aldous Huxley stellen kann.
Umsetzung
Nichtsdestotrotz wurde die Umsetzung besonders gegen Ende des Romans immer schwächer. Beispielsweise konnte mich eine der größten Auflösungen nicht überraschen, habe ich sie doch schon das ganze Buch voraus geahnt. Ebenso konnte mich der "große Dialog" am Ende des zweiten Buchs (die Handlung ist in drei Teilbücher aufgeteilt) nicht überzeugen, denn Mae handelt auf einmal ganz anders als die Leser sie kennen gelernt haben. Dort erscheint sie auf einmal nicht mehr intelligent und selbstbewusst, sondern naiv und verblendet. Der Dialog wirkt unfertig und absolut nicht tiefgehend. Genauso ist das Ende - offen und alles andere als zufriedenstellend, da es so wirkt, als sei das Buch mitten in der Handlung abgebrochen worden. Ich habe wirklich die virtuelle Seite umgeblättert und den nächsten Absatz erwartet - stattdessen kam die Danksagung.
Meinung
Insgesamt eine tolle Idee, die viel Potential geboten hat, aber leider zu schwach von Dave Eggers umgesetzt wurde. Da mir der Roman trotzdem gefallen hat und bis zur Hälfte stark war, gibt es auch aufgrund der Aktualität des Themas trotzdem von mir eine Leseempfehlung. Den Circle sollte man auf jeden Fall gelesen haben.
Meine Bewertung:
3/5 ♥♥♥♥♥

Der Film

Der Film ist der eigentliche Grund, warum ich den Circle gelesen habe. Ich habe rein zufällig den Trailer für die Verfilmung des Buchs mit Emma Watson und Tom Hanks gesehen und war gleich von der Thematik angetan. Der Film erscheint am 14.09.2017. Leider verrät der Trailer schon einiges und wer das Buch kennt, wird viele Szenen wiedererkennen. Ich hoffe, dass der Film einiges besser macht als das Buch. Auf jeden Fall ist der Film nochmal eine zweite Chance für die Geschichte und das wichtige Thema.

Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie




Titel: Noch wichtiger als das Wissen ist die Phantasie
Autor: Ernst Peter Fischer

Seitenanzahl: 320
Erschienen: 22.08.2016
Verlag: Penguin

Genre: Sachbuch, Erwachsenenbuch
Themen: Wissenschaftler, wissenschaftliche Erkenntnisse

gelesen: November 2016 als Rezensionsexemplar




Klappentext

In seinem neuen Buch versammelt der renommierte Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer die besten Erkenntnisse aus der Naturwissenschaft. Ob von Galileo Galilei, Marie Curie oder Albert Einstein – es sind Weisheiten, die die Neugier für die Forscher wecken und Lust machen auf noch mehr Wissenschaft. In gewohnt unterhaltsamer und tiefsinniger Weise bringt uns Ernst Peter Fischer seine Faszination für diese Welt näher, regt dazu an, weiterzudenken und sich sein Staunen zu bewahren.


Meine Meinung

Meine Meinung
Mich hat das Buch fasziniert, da Ernst Peter Fischer es geschafft hat, in kurzen prägnanten Kapiteln wichtig bekannte und teilweise auch der Allgemeinheit unbekannte Wissenschafter vorzustellen, ohne dass es langweilig wird. Es muss aber erwähnt werden, dass eine gewisse wissenschaftliche Grundkenntnis vorhanden sein muss. Denn wer nichts mit dem Planck'schen Wirkungsquantum oder dem Bohrschen Atommodell anfangen kann, wird es möglicherweise schwer haben, alles zu verstehen. Ich konnte aber auf jeden Fall viel neues lernen und habe die Wissenschaftler genauer kennen gelernt, von denen ich vorher nicht mehr als den Namen (oder noch nicht mal den) kannte. Zu jeder Persönlichkeit gab es ein kurzes, meist sehr inspirierendes Zitat und einen kurzen Abriss über ihr Leben. Besonders wurde aber darauf eingegangen, wie wichtig es war, dass Wissenschaftler auch ihre Phantasie benutzen, kreativ sind und sich trauen, auch Vermutungen zu äußern, die sich noch nicht damals noch nicht beweisen ließen, aber die Tür zu neuen Ideen geöffnet haben. Das Buch ist perfekt für Zwischendurch zur informativen Unterhaltung und das ideale Weihnachtsgeschenk für Eltern oder Großeltern!
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥

Vielen Dank an Penguin für das Rezensionsexemplar!

Outlander - Ferne Ufer (#3) von Diana Gabaldon



Titel: Outlander - Ferne Ufer
Besonderheit: ungekürzte Neuübersetzung
Autorin: Diana Gabaldon

Reihe: Band 3 der Outlander-Saga
Seitenanzahl: 1232
Erschienen: 09.09.2016 (ursprünglich 1993)
Verlag: Knaur
Übersetzung: Barbara Schnell

Genre: Historisch, Erwachsenenbuch
Themen: Schottland, Zeitreise, 20. & 18. Jahrhundert

gelesen: September/Oktober 2016 als Rezensionsexemplar


Achtung: Band 3 einer Reihe!


Auch der dritte Band ist nun in der Übersetzung von Barbara Schnell erschienen, ebenfalls ungekürzt. Die alte Übersetzung, die es nie geschafft hat, mich an die Geschichte von Claire und Jamie zu fesseln, war um 25% gekürzt, sehr zum Missfallen von Diana Gabaldon (siehe hier). Also habe ich geduldig auf die Neuerscheinung aus dem Knaur-Verlag gewartet und das Warten hat sich definitiv gelohnt!


Klappentext

20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer [... ich finde der Klappentext spoilert viel zu sehr!] 




Zitat

S. 1182




Meine Meinung

Idee
Der dritte Band der Outlander-Saga unterscheidet sich deutlich von den beiden vorhergehenden. Wir wissen, dass Claire und Jamie voneinander durch die Schlacht von Culloden getrennt wurden - nicht nur räumlich, sondern auch zeitlich, aber seitdem sind 20 Jahre vergangen. Nun erfährt man Stück für Stück was in diesen 20 Jahren passiert sind, welches Leben Claire in Boston geführt hat und wie es ihr, Brianna und Frank ergangen ist. Da sie aber jetzt wieder zurück in Schottland ist und Frank nicht mehr lebt, macht sie sich in den Überlieferungen der Vergangenheit auf die Suche nach Jamies Schicksal - basierend auf der Hoffnung, dass er Culloden überlebt hat, was wir als Überraschung am Ende des zweiten Bandes erfahren haben.
Gleichzeitig erfährt man das aus Jamies Sicht, was sehr erfrischend und wirklich spannend war. Durch ihn tritt auch eine neue wichtige Person in die Handlung, die uns lange begleiten wird und aus dessen Perspektive auch ein Teil der Handlung erzählt wird - Lord John Grey. Über ihn gibt es übrigens auch mehrere separate Romane von Diana Gabaldon.
Charaktere
Aber was wäre Outlander ohne seine restlichen Charaktere? Roger Wakefield ist wieder mit von der Patie - wäre er es nicht, hätte ich den sympathischen Sohn des verstorbenen Referend Wakefields vermisst. Auch Brianna ist natürlich wieder mit dabei, genauso wie Fergus, Jenny, Ian und einige alt bekannte Personen, mit denen es ein überraschendes Wiedersehen gibt, was mich sehr gefreut hat.
Umsetzung
"Man trifft sich immer zweimal im Leben" könnte man als das Motto dieses Buches bezeichnen. Wie der Titel Ferne Ufer vermuten lässt, verlässt die Autorin mit ihrer Geschichte Schottland und begibt sich in ganz neue Länder, was eine angenehme Abwechslung im Vergleich zu den ersten beiden Bänden ist und auf jeden Fall dafür sorgt, dass es interessant bleibt und dass man gerne weiter liest. Dafür sorgt aber auch die tolle Handlung, die sich wieder stark von denen der letzten Büchern unterscheidet. Sie ist nicht so politiklastig wie das Geschehen im zweiten Band und ist mit wirklich vielen überraschenden Wendungen und Gegebenheiten gespickt. Es hat mir besonders gut gefallen, wie die Handlungsstränge des gesamten Buches miteinander verwoben waren und man hat hier deutlich gemerkt, dass sich der Schreibstil der Autorin nochmals verbessert hat. Da denke ich zum Beispiel an die Szene mit dem Schädel, die man zuerst einfach für etwas Unbedeutendes hält, aber später noch einen Sinn bekommt. Das Lesen hat einfach nur Spaß gemacht und ich hatte wirklich nie das Gefühl, dass es sich zieht. Etwas gefehlt hat mir der Cliffhanger am Ende, den ich im letzten Band so toll fand.
Bewertung
Der dritte Band ist nochmal deutlich besser als der zweite Band, was mich wirklich überrascht hat, da dieser schon wirklich gut war. Wer die Outlander-Saga bis jetzt geliebt hat, wird auch den dritten Band auf jeden Fall lieben! Schade, dass wir auf die Neuauflage des vierten Bandes noch ein Jahr warten müssen, ich würde am liebsten direkt weiter lesen!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥

Dem Bones

Das Lied, das Claire ein paar Mal während des Buches vor sich hin murmelt, heißt "Dem Bones". Kurz gesagt geht es in dem Lied um den Aufbau der Knochen, also welche Knochen mit welchen verbunden sind.


Die Reihe




  1. Feuer und Stein
  2. Die geliehene Zeit
  3. Ferne Ufer
  4. Der Ruf der Trommeln (neu im Herbst 2017), türkiser Einband
  5. Das flammende Kreuz
  6. Ein Hauch von Schnee und Asche
  7. Echo der Hoffnung
  8. Ein Schatten von Verrat und Liebe
  9. [in Arbeit]

Die Serie - 3. Staffel

Die Serie zum dritten Buch ist mittlerweile in Produktion und ich bin wirklich glücklich darüber, dass sie fortgesetzt wird - denn es wird auch eine 4. Staffel geben. Wer ein bisschen googelt, kann schon die Besetzung der neuen Charaktere sehen.


Vielen Dank an Knaur für das Rezensionsexemplar!

Das Mona-Lisa-Virus von Tibor Rode




Titel: Das Mona-Lisa-Virus
Autor: Tibor Rode

Seitenanzahl: 462
Erschienen: 24.03.2016
Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Erwachsenenbuch, Thriller
Themen: Schönheit, Mona Lisa, Virus

gelesen: Juni 2016 als Rezensionsexemplar





Klappentext

In Amerika verschwindet eine Gruppe von Schönheitsköniginnen und taucht durch Operationen entstellt wieder auf. In Leipzig sprengen Unbekannte das Alte Rathaus, und in Mailand wird ein Da-Vinci-Wandgemälde zerstört. Gleichzeitig verbreitet sich auf der ganzen Welt ein Computervirus, das Fotodateien systematisch verändert. Wie hängen diese Ereignisse zusammen? Die Frage muss sich die Bostoner Wissenschaftlerin Helen Morgan stellen, als ihre Tochter entführt wird und die Spur nach Europa führt – hinein in ein Komplott, das in der Schaffung des berühmten Mona-Lisa-Gemäldes vor 500 Jahren seinen Anfang zu haben scheint...


Zitat

Kapitel 39

Meine Meinung

Idee
Den Schönheitswahn kennt jeder, aber was ist mit einem Wahn nach Hässlichkeit? Mit dem Wahn, die Schönheit zu zerstören? Genau davon handelt dieser Thriller. Ein Buch voller verschiedener Aspekte von Schönheit und was sie für uns bedeutet.
Charaktere
Helen Morgan, ein ehemaliges Model, ist mittlerweile Neuroästhetikerin in Boston. Ihre Tochter Madeleine ist gerade in einer Klinik für psychische Erkrankungen, als Helen erfahren muss, dass Madeleine abgehauen ist. Gleichzeitig vermisst der Sohn des Multimillionärs Pavel Weiz seinen Vater, der seit einigen Wochen verschwunden ist. Zur gleichen Zeit verschwindet eine Gruppe von amerikanischen Schönheitsköniginnen. Kurze Zeit später tauchen die Mädchen nach und nach wieder aus - aber grausam entstellt durch eine Operation. Der Turm des Rathauses in Leipzig wird eines Nachts plötzlich gesprengt, auf der ganzen Welt sterben die Bienen und ein Computervirus verbreitet sich rasend, das alle Fotos entstellt. Und alles hat irgendwie mit der Mona Lisa und dem berühmten Goldenen Schnitt zu tun.
Umsetzung
Tja, genau hier bin ich zwiespältig. Einerseits war das Buch wirklich spannend und hat mir richtig gut gefallen. Besonders die Thematik der Schönheit und die tollen philosophischen Ansätze haben mich zusammen mit dem Thriller fasziniert. Leider war so ziemlich von Anfang an klar, wer dahinter steckt und auch das Motiv wurde mit der Zeit immer deutlicher. Es gab nicht DEN EINEN Aha-Moment, der alles aufgelöst hat und die Auflösung an sich war am Ende dann doch nicht so genial. Ich habe die ganze Zeit gewartet, dass alle Fäden in irgendeine tolle Erklärung zusammen laufen, aber die ist leider ausgeblieben beziehungsweise war sie dann doch eher unspektakulär. Von Tibor Rode werde ich aber auf jeden Fall nochmal etwas lesen, da mindestens noch ein Buch von ihm ungelesen in meinem Regal steht.
Bewertung
Ein beeindruckendes Buch über ein wirklich interessantes und hochaktuelles Thema. Besonders die philosophische Seite des Thrillers hat mich beeindruckt. Außerdem wird die spannende Handlung nie langweilig, die Seiten fliegen einfach dahin! Nur die Auflösung und die ganzen Hintergründe hätte man deutlich besser gestalten können.
Meine Bewertung:
4/5 ♥♥


Vielen Dank an Bdb und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Water - Der Kampf beginnt von Paolo Bacigalupi




Titel: Water - Der Kampf beginnt
Originaltitel: The Waterknife
Autor: Paolo Bacigalupi

Seitenanzahl: 464
Erschienen: 21.03.2016
Verlag: Blessing
Übersetzung: Wolfgang Müller

Genre: Erwachsenenbuch, Thriller
Themen: Wasser, Ressourcenknappheit

gelesen: April/Mai 2016 als Rezensionsexemplar




Klappentext

Das Wasser wird knapp: ein düsterer, actiongeladener Blick auf die Apokalypse
Der US-amerikanische Südwesten kämpft erbittert um die letzten Wasserreserven und die Rechte am Colorado River. Das Gebiet wird von heftigen Sandstürmen heimgesucht, ganze Millionenstädte verelenden. Wer es sich leisten kann, wohnt in luxuriösen Arkologien, jeder andere ist Hitze, Staub und Nahrungsknappheit ausgesetzt. Kriminalität und Korruption greifen um sich. Angel Velasquez gehört zu einem Spezialeinsatzkommando der Wasserbehörde von Nevada, das die Reservoirs des Bundesstaates verteidigt und notfalls auch mit illegalen Methoden erweitert. Als das Gerücht aufkommt, dass in Phoenix eine neue Wasserquelle aufgetaucht ist, wird er dort hingeschickt, um zu ermitteln. Dabei trifft er die Journalistin Lucy Monroe, die der Quelle ebenfalls auf der Spur ist. Die beiden werden in einen Strudel aus Verrat und Gewalt hineingezogen, und Angel steht plötzlich im Fadenkreuz seiner eigenen Leute.


Zitat

Kapitel 8


Meine Meinung

Idee
Die Idee ist das, was mich überhaupt erst auf das Buch aufmerksam gemacht hat und weshalb ich mich entschieden habe, es zu lesen: Die Wasserknappheit in den USA. Als ich 2012 durch die USA gereist bin, konnte ich es nicht glauben, dass Las Vegas existiert. Und ich konnte nicht glauben, dass mitten in der Wüste Golfplätze mit überraschend grünem Gras existieren. Alles nur dank des Wassers, das dort verschwendet wird. Dank dem Hoover Dam, der den Lake Mead gebildet hat. Schon damals hat man gesagt, dass das Wasser knapp werden wird.
Charaktere
Die Protagonisten sind Angel, Lucy und Maria. Es wird abwechselnd kapitelweise aus ihrer Sicht das Geschehen erzählt. Angel Velasquez ist ein Waterknife, der dafür sorgt, das Vegas sich Wasser unter den Nagel reißen kann - auch wenn es dafür anderen Leuten fehlt. Das alles macht er für seinen Boss Catherine Case. Dabei schreckt er eigentlich vor nichts zurück. Dank ihm und den anderen Waterknives können diejenigen, die es sich leisten können, in Arkologien leben. Das sind künstliche Gebäude, die kleinen Städten ähneln. Sie sind von der Außenwelt getrennt, sodass die heiße Wüstensonne nicht spürbar ist, denn alles ist angenehm kühl. Wasser gibt es genügend, denn das wird zum Großteil wieder aufbereitet. Wer sich das nicht leisten kann, lebt so wie Maria als Zoner in den untergegangenen Städten. Wasser gibt es für viel Geld aus Pumpen zu kaufen. Maria lebt zusammen mit ihrer Freundin Sarah, die sich als Prostituierte ihr Geld verdient, in Phoenix in ärmlichen Verhältnissen unter den Augen einer Gang, die ihnen das Leben schwer macht. Lucy hingegen lebt ebenfalls in Phoenix, aber als Journalistin. Sie könnte eigentlich zu ihrer Schwester in den Norden, wo es noch Wasser gibt, aber sie hängt zu sehr an der Stadt, als dass sie sie verlassen könnte.
Umsetzung
Man hat drei unterschiedliche Handlungsstränge, die miteinander verknüpft sind und am Ende zusammen fließen. Das wurde toll umgesetzt. Ich muss allerdings sagen, dass mir der Einstieg zu beginn schwer gefallen ist. Es war erstmal schwer, herauszufinden, wer die Protagonisten des Buches sind, wen man sich merken sollte und wer eher eine nebensächliche Rolle spielt. Außerdem konnte ich mit einigen Begriffen zu Beginn nicht wirklich etwas anfangen, da deren Bedeutung erst im Laufe der Zeit erklärt wurden. Nichtsdestotrotz hat mir der Thriller gefallen. Es war interessant, mehr über das Leben der Leute zu erfahren. Es ist ein Roman über die drohende Zukunft der USA, aber ohne auf Science-Fiction zurück greifen zu müssen. Es ist ein Roman über die Natur des Menschen, über Menschen in Notsituationen und über Menschen mit Macht. Besonders das Ende konnte mich fesseln und überraschen. An anderen Stellen hat das Buch einem Krimi geähnelt, der beängstigend detailiert brutale "Vorgehensweisen" beschrieben hat.
Gestaltung
Die Gestaltung ist schlicht, ganz besonders gefällt mir aber der etwas glänzende Schriftzug "Water" unter der Schutzhülle. Toll wäre noch eine Karte von Arizona, Nevada und Kalifornien gewesen, weil es manchmal schwer war, sich alles räumlich vorzustellen, wenn man nicht ganz so bewandert mit der Karte der USA ist.
Bewertung
Ein interessantes Buch über die drohende Zukunft der USA, das die brutale Wahrheit auf spannende Weise mit kleinen Schwächen aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
4/5


Vielen Dank an Blessing für das Rezensionsexemplar!

Outlander - Die geliehene Zeit (#2) von Diana Gabaldon



Titel: Outlander - Die geliehene Zeit
Besonderheit: ungekürzte Neuübersetzung
Autorin: Diana Gabaldon

Reihe: Band 2 der Outlander-Saga
Seitenanzahl: 1232
Erschienen: 02.11.2015 (ursprünglich 1992)
Verlag: Knaur
Übersetzung: Barbara Schnell

Genre: Historisch, Erwachsenenbuch
Themen: Schottland, Frankreich (Paris), Zeitreise, 20. & 18. Jahrhundert

gelesen: März/April 2016 als Rezensionsexemplar


Achtung: Band 2 einer Reihe!

Klappentext

Schottland, 1968: 20 Jahre nachdem Claire Randall aus der Vergangenheit zurückgekehrt ist, bringt sie ihre Tochter Brianna in die Highlands, denn Brianna soll endlich das Land ihres Vaters kennenlernen. Claire will außerdem die Antwort auf eine Frage finden, die sie seit über 20 Jahren quält: Konnte ihre große Liebe Jamie Fraser die schreckliche Schlacht von Culloden überleben?


Zitat

Kapitel 39 - Familienbande


Meine Meinung

Idee
Auch im zweiten Band der Outlander-Saga begleiten wir Claire und Jamie, aber dieses Mal nicht in Schottland, sondern zu Beginn in Paris. Bei diesem zweiten Band ist allerdings der Aufbau etwas ganz Besonderes, denn umfasst wird der Band von einem Rahmen, der 1968 spielt. Ich konnte mich bisher noch nicht entscheiden, ob ich das gut oder schlecht finden soll, denn so weiß man (leider), dass Claire durch die Steine zurück kommen wird. Und man weiß noch viel mehr, nämlich, dass sie und Jamie eine wunderschöne Tochter zusammen haben, aber dazu später.
Charaktere
In diesem Band kommen einige neue Charaktere hinzu. Zuerst einmal ist da Roger, der Sohn von Referend Wakefield, den man zwar schon aus dem ersten Band kennt, aber jetzt erst genauer kennen lernt. Der Referend ist im Jahr 1968 schon verstorben und Roger kümmert sich als sein "Sohn" um seinen Nachlass. Zu der Zeit reist Claire mit ihrer Tochter Brianna nach Inverness in Schottland, um Nachforschungen über Jamies Schicksal anzustellen und Brianna von ihrem richtigen Vater zu erzählen. Die hielt nämlich bis jetzt Frank für ihren Vater, der jedoch mittlerweile verstorben ist und so wird es Zeit für die Wahrheit. Während Claire sich also endlich jemandem anvertrauen muss, springt das Buch für den Großteil zurück in der Zeit und zwar dorthin, wo der erste Band aufgehört hat. Claire und Jamie haben sich auf den Weg nach Frankreich gemacht (wobei ursprünglich Rom geplant war), um die Rebellion durch den Prinzen Edward Stuart ("Bonnie Prince Charlie/Charles") unterstützt durch die Jakobiten aufzuhalten. Dabei lernt man natürlich auch Charles sowie den König Louis von Frankreich in Versailles kennen. Zu den bereits in Band 1 vorgestellten Personen kommen noch einige sehr interessante Charaktere. Wie zum Beispiel der Comte St. Germain, den die beiden Protagonisten sich zum neuen Feind machen. Außerdem ist da die schüchterne Mary Hawkins, die einem wirklich sehr ans Herz wächst. Master Raymond, Mutter Hildegard und viele weitere (die man jetzt auch noch nicht erwähnen sollte, um nicht zu spoilern). Nicht vergessen darf man den kleinen Fergus, einen französischen Jungen, der in einem Bordell in Paris aufgewachsen ist, denn er begeistert mich immer wieder.
Umsetzung
Der zweite Band ist ein förmliches Kontrastprogramm zum ersten Band, wenn nicht sogar vielfältiger. Im Rückblick hat mir der zweite Band sogar noch besser gefallen, weil er mit so viel Vielfalt überzeugen kann. Die Welt in Frankreich ist gekennzeichnet von königlichem Prunk, tollen Kleidern und vornehmen Abendessen, wohingegen die Welt Schottlands eher das einfache Leben widerspiegelt. Der zweite Band hatte auch deutlich mehr überraschende Wendungen, einen Cliffhanger und mindestens genauso viel Spannung, erotische Szenen und interessante Einblicke in die Gedankenwelt der Charaktere.
Das obrige Zitat habe ich übrigens gewählt, weil mich der Satz im Buch völlig unvorbereitet "getroffen" hat und ich so eine Aussage von Claire (!) niemals erwartet hätte.
Gestaltung
Passend zu der Neuauflage des ersten Bandes ist der zweite Band in einem schönen Orange. Die Innenseite der Einbände enthalten dieses Mal vorne eine kurze Vorstellung des Prinzen Charlie und hinten ein kleines Gälisch-Glossar, das wirklich sehr nützlich ist. Mehr Zusatzmaterial so wie beim ersten Band ist leider nicht vorhanden.
Bewertung
Wie auch beim ersten Band konnte mich Diana Gabaldon mit der Fortsetzung der Outlander-Saga restlos überzeugen! Ich würde zwar am liebsten sofort weiter lesen, allerdings erscheint die Neuübersetzung des dritten Bandes erst im Oktober und auf die möchte ich dann doch noch warten (einfach weil mir die Übersetzung von Barbara Schnell bisher viel besser gefallen hat). In der Zwischenzeit kann ich mir jeden Sonntag eine neue Folge der zweiten Staffel von Outlander anschauen, die gerade ausgestrahlt wird :D Weiter unten findet ihr noch mehr über die Serie. Klare Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥

Die Reihe




  1. Feuer und Stein
  2. Die geliehene Zeit
  3. Ferne Ufer (neu am 04.10.2016)
  4. Der Ruf der Trommeln (neu im Herbst 2017)
  5. Das flammende Kreuz
  6. Ein Hauch von Schnee und Asche
  7. Echo der Hoffnung
  8. Ein Schatten von Verrat und Liebe
  9. [in Arbeit]

Die Serie - 2. Staffel



Wie lange habe ich darauf gewartet! Am Anfang des Jahres stand glaube ich noch nicht mal ein Datum fest und umso glücklicher bin ich, dass ich seit Anfang April die 2. Staffel schauen kann *-* Da es noch keine deutsche Synchronisation gibt, kann man die 2. Staffel bis jetzt nur auf Englisch schauen, wobei das mit Englischen Untertiteln für mich kein Problem war. Leider gibt es dieses Mal nur 10 Episoden statt 16 Episoden wie in der ersten Staffel. Dadurch muss natürlich einiges gekürzt werden. Also: Auf jeden Fall das Buch lesen!
In der Serie sind so viele Dinge so richtig gut gelungen. Besonders Murtagh wird immer sympathischer, Mary Hawkins wurde wirklich gut besetzt und es macht Spaß, die Umsetzung des Buches direkt zu sehen :)

Vielen Dank an Knaur für das Rezensionsexemplar!

Willkommen in Night Vale von Joseph Fink & Jeffrey Cranor [Abgebrochen]




Titel: Willkommen in Night Vale
Autor: Joseph Fink & Jeffrey Cranor

Seitenanzahl: 378
Erschienen: Frühjahr 2016
Verlag: Klett-Cotta
Übersetzung: Wieland Freund und Andrea Wandel

Genre: Erwachsenenbuch, Fantasy

gelesen: März/April 2016 als Rezensionsexemplar





Klappentext

»Das Schicksal ist schlimmer als der Tod. Das waren die Gesundheitsnachrichten.«
Night Vale, ein Städtchen in der Wüste. Irgendwo in der Weite des amerikanischen Südwestens. Geister, Engel, Aliens oder ein Haus, das nachdenkt, gehören hier zum Alltag. Night Vale ist völlig anders als alle anderen Städte, die Sie kennen – und doch seltsam vertraut. Jackie Fierro betreibt schon lange das örtliche Pfandhaus in Night Vale. Eines Tages verpfändet ein Fremder einen Zettel, auf dem in Bleistift die zwei Worte »King City« geschrieben stehen. Jackie hat sofort ein merkwürdiges Gefühl. Kaum ist er in Richtung Wüste verschwunden, erinnert sich niemand an ihn – aber Jackie kann das Papier nicht mehr aus der Hand legen. Zusammen mit der alleinerziehenden Mutter eines jugendlichen Gestaltwandlers geht Jackie daran, das Rätsel von »King City« zu lösen. Ihr Weg führt die beiden in die Bibliothek von Night Vale, die allerdings noch kaum jemand wieder lebend verlassen hat ...


Meine Meinung

Umsetzung
"Willkommen in Night Vale" ist ein Buch, das ich aufgrund der vielen positiven Rezensionen der Original-Version lesen wollte. Auch der Klappentext klang vielversprechend und die Tatsache, dass das Buch auf einer Reihe von Podcasts basiert, die schon viele Fans gefunden hat, hat mich ermutigt, es mir anzusehen. Überrascht wurde ich durch eine einerseits kreative Schreibweise, aber andererseits auch durch einen scheinbar völlig wahllosen Handlungsstrang. Mit der Zeit wird leider auch der Schreibstil anstrengend und einen roten Faden, der den Leser durch die Geschichte leitet, kann ich leider nur vergebens suchen. Ich schätze es, wenn Fantasy-Romane zwar eine kreative, eigene Welt erfinden, aber gleichzeitig auch logisch sind, das ist hier nicht der Fall. Der Leser wird zwar in die skurrile Welt von Night Vale eingeführt, allerdings fehlt es an einem richtigen Plot, der einen Roman ausmacht.
Gleichzeitig hat mich die versteckte Gesellschaftskritik verbunden mit kafkaesken Beschreibungen beeindruckt. Wenn man wollte, könnte man hier viel analysieren und interpretieren. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht fesseln, weshalb ich es letztendlich abbrechen musste. An der Stelle wäre es wirklich besser gewesen, eine Sammlung von Kurzgeschichten aus den ganzen gesellschaftskritischen Ideen zu machen.
Love it or hate it.
Natürlich habe ich auch die Bloggerwelt zu dem Buch beobachten. Das macht man ja automatisch, wenn man auch gerade ein Buch liest. Dabei ist mir aufgefallen, dass bei diesem Buch die Meinungen extrem auseinander gehen - die eine Seite lobt das Buch aufs Äußerste, die andere kann, so wie, ich mit Willkommen in Night Vale leider nichts anfangen. Da Leseeindrücke immer subjektiv sind, könnt ihr dem Buch auf jeden Fall eine Chance geben, wenn euch das Fehlen eines wirklichen Handlungsstrangs nicht stört und ihr skurrile Ideen oder Inspiration sucht!
Gestaltung
Die Gestaltung des Buches ist absolut gelungen. Das kreative Gesamtkonzept, das Cover und die Gestaltung des Einbandes passen wunderbar zusammen.
Bewertung
Ein skurriles Buch, das vergeblich versucht, aus einer erfolgreichen Podcast-Reihe einen Roman zu zaubern und dabei leider in verrückten Beschreibungen ohne richtige Handlung hängen bleibt. Leider von meiner Seite keine Empfehlung!
Meine Bewertung:
1/5 ♥♥♥♥


Vielen Dank an BdB und Klett-Cotta für das Rezensionsexemplar!

Rezension || Die Lügen der Anderen von Mark Billingham



Titel: Die Lügen der Anderen
Originaltitel: Rush of Blood
Autor: Mark Billingham

Seitenanzahl: 416
Erschienen: 08.02.2016
Verlag: Heyne
Übersetzung: Peter Torberg

Genre: Krimi, Erwachsenenbuch
Themen: Florida, England, Urlaub, Mord, Lügen

gelesen: Februar 2016 als Rezensionsexemplar (TB)




Klappentext

In einem Hotel in Florida treffen zufällig drei Pärchen aus England aufeinander. Sie freunden sich an; es scheint der perfekte Urlaub zu sein. Doch in der letzten Nacht vor der gemeinsamen Abreise verschwindet ein Mädchen aus dem Hotel, das später tot aufgefunden wird. Zurück in England laden sich die drei Paare reihum nach Hause ein. So kommt es zu drei Begegnungen, die zunehmend geprägt sind von Merkwürdigkeiten, Misstrauen und dem beklemmenden Verdacht, dass hinter der Fassade des jeweils anderen nichts ist, wie es scheint. Je mehr sich die neuen Freunde voneinander erzählen, desto unheimlicher werden sie sich.



Zitat

S. 270 - Der Täter

Ich muss sagen, dass es mir bei diesem Buch wirklich schwer gefallen ist, aus den vielen Zitaten, die ich mir markiert habe, eines auszuwählen!

Meine Meinung

Idee
Jeder hat Geheimnisse, die er hinter einer Wand aus Lügen versteckt. Und kleine und große Lügen sind das, was dieses Buch ausmacht.
Charaktere
Dave und Marina, Angie und Barry und Ed und Sue sind alle aus England, um genauer zu sein aus der Umgebung von London. Zufällig treffen sie sich in einem Resort in Sarasota in Florida im Urlaub. Sie lernen sich näher kennen, freunden sich an (wenn man das so nennen kann) und treffen sich sechs Wochen nach dem Urlaub zum Abendessen wieder. Alles könnte eine normale Urlaubsbekanntschaft sein, wäre nicht aus dem Resort am letzten Tag die kleine Amber-Marie verschwunden. Das Mädchen mit dem schönen Lächeln, das zusammen mit ihrer Mutter Patti Lee Wilson in dem gleichen Resort im Urlaub war. Gleichzeitig versuchen Jeff Gardener und Jenny Quilan herauszufinden, wer der Täter ist.
Schreibstil
Man erfährt das Geschehen anhand einer handvoll eMails und der abwechselnden Beschreibung einer der Figuren. Dabei erfährt man besonders viel über die Gedankenwelt der Protagonisten. Schnell merkt man als Leser, dass jeder seine Geheimnisse hat und die ein oder andere Lüge erzählt. Dass alles nicht so ist, wie es scheint. Dabei gibt es immer wieder Rückblenden zu der Zeit in Florida, aber der Haupterzählstrang dreht sich um die gemeinsamen Treffen der drei Pärchen. Dabei macht Mark Billingham immer wieder Andeutungen und säht Zweifel, sodass man sich als Leser überhaupt nicht sicher ist, wem man trauen kann. Dann kommt noch hinzu, dass es immer wieder Kapitel gibt, in denen der Täter erzählt und mit dem Leser spricht. Natürlich ohne zu verraten, wer es ist. Sicher weiß man nur: Einer von ihnen war es und jeder hat etwas zu verbergen.
Umsetzung
Ich kann eindeutig verstehen, warum das Buch wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste in Groß-Britannien war. Bei Die Lügen der Anderen handelt es sich um einen Kriminalroman, der wirklich klasse umgesetzt ist. Dabei finde ich den deutschen Titel sogar noch passender gewählt als den Originaltitel, denn die Lügen der Anderen sind bei diesem Buch wirklich das Hauptthema, das das Buch gerade so besonders macht. Es sind die Lügen, die Zweifel sähen, die den Leser argwöhnisch machen, sodass man bis auf den letzten Seiten wirklich keine Ahnung hat, wer der Täter ist. Gleichzeitig führ Billingham aber auch den Lesern vor Augen, wie wir im Alltag lügen. Die großen und die kleinen Lügen gegenüber Bekannten, Freunden aber auch dem Partner. Die Schreibweise lässt das Buch nicht langweilig werden, denn Billingham ist ein Meister der unerwarteten Wendungen, die ohne viel Action und mit überraschend wenig Blut auskommen.
Bewertung
Ein einzigartiger und ungewöhnlicher Krimi mit ständigen Zweifeln und unerwarteten Wendungen, den ich jedem (auch nicht unbedingt Krimi-Fans!) ans Herz legen kann. Ich werde jetzt definitiv noch mehr von dem Autor lesen.
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Vielen Dank an Heyne für das Rezensionsexemplar!