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Die fremde Königin von Rebecca Gablé



Titel: Die fremde Königin
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 2 von ?
Seitenanzahl: 763
Erschienen: 27.04.2017
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juli/August 2017 als Rezensionsexemplar

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.




Klappentext

Anno Domini 951: Der junge Gaidemar, ein Bastard vornehmer, aber unbekannter Herkunft und
Panzerreiter in König Ottos Reiterlegion, erhält einen gefährlichen Auftrag: Er soll die italienische Königin Adelheid aus der Gefangenschaft in Garda befreien. [... Der Rest des Klappentextes verrät viel zu viel.]

Meine Meinung

Idee
Vier Jahre nach dem ersten Band ist die Fortsetzung nun erschienen. Auch wenn man nicht zwingend Das Haupt der Welt gelesen haben muss, empfiehlt es sich natürlich, da man dadurch mehr Referenzen versteht und die Vorgeschichten zu gewissen Personen kennt, mit denen es das ein oder andere mehr oder weniger freudige Wiedersehen gibt. Der Roman begleitet die Geschichte um Otto über einen Zeitraum von elf Jahren. 
Umsetzung
Dieses Mal ist Gaidemar der Protagonist, dessen Geschichte man verfolgt. Als Bastard ohne Rang und Namen weiß er nicht einmal, wer seine Eltern sind. Als Panzerreiter versucht er sich selbst einen Namen zu machen. Er erhält den Auftrag, allein die junge, italienische Königin Adelheid zu retten, die von Berengar gefangen gehalten wird. Gleichzeitig versucht Berengar, Adelheid dazu zu zwingen, seinen Sohn Adalbert zu heiraten und es wird immer brenzliger für sie. Mir gefällt hier besonders, dass Adelheid als starke Frau auftritt, die auch in der schlimmsten Situation  nicht den Kopf verliert. Nicht nur an dieser Stelle spielen starke Frauen eine besondere Rolle in der Geschichte. Gaidemar rückt durch seinen Auftrag unweigerlich immer näher an die königliche Familie und damit Otto heran, weshalb sie - zwar auch widerstrebend - immer enger miteinander verbunden werden. Gaidemar und Adelheid wachsen einem dabei über all die "Jahre" wirklich ans Herz.
Rebecca Gablé hat es wieder geschafft, mit einer Mischung aus Liebesgeschichte, Intrigen, Kriegen und überraschenden Wendungen einen hervorragenden historischen Roman zu erschaffen. Wer den ersten Band ebenfalls gelesen hat, wird außerdem mit vielen Wiedersehen belohnt. 
Bewertung
Eine wirklich hervorragend gelungene Fortsetzung über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es wieder mal eine Leseempfehlung für Rebecca Gablé! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

 

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Das Haupt der Welt von Rebecca Gablé



Titel: Das Haupt der Welt
Autor: Rebecca Gablé

Reihe: Band 1 von ?
Seitenanzahl: 861
Erschienen: 04.10.2013
Verlag: Bastei Lübbe
Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch

gelesen: Juni 2017

Die erste Klausur dieses Semesters ist geschafft und ich habe endlich einen kleinen Moment Zeit, um eine Rezension nachzuholen.



Klappentext

Brandenburg 929: Beim blutigen Sturm durch das deutsche Heer unter König Heinrich I. wird der slawische Fürstensohn Tugomir gefangen genommen. Er und seine Schwester werden nach Magdeburg verschleppt, und bald schon macht sich Tugomir einen Namen als Heiler. Er rettet Heinrichs Sohn Otto das Leben und wird dessen Leibarzt und Lehrer seiner Söhne. Doch noch immer ist er Geisel und Gefangener zwischen zwei Welten. Als sich nach Ottos Krönung die Widersacher formieren, um den König zu stürzen, wendet er sich mit einer ungewöhnlichen Bitte an Tugomir, den Mann, der Freund und Feind zugleich ist ...

Meine Meinung

Idee
Vor Kurzem ist Die Fremde Königin erschienen, die den zweiten Band dieser Reihe über Otto den Großen bildet. Bei meinem ersten Buch von Rebecca Gablé bin ich unbewusst mitten in eine Reihe eingestiegen. Obwohl sich ihre Bücher auch sehr gut mit einem Quereinstieg lesen lassen, wollte ich dieses Mal doch noch den ersten Band lesen, weil man dadurch viel mehr Hintergründe und Rückgriffe kennt. Ich hatte außerdem mal wieder Lust auf einen historischen Roman, obwohl ich zugeben muss, dass mir die Zeit um Otto den Großen kaum etwas sagt und mein letzter Geschichtsunterricht über dieses Thema schon etwas länger her ist - perfekt also, um sie mal wieder aufzufrischen! 
Umsetzung
Zu Beginn von Das Haupt der Welt lernt man Otto noch in jungen Jahren kennen. Er ist mit 16 Jahren mit seinem Vater König Heinrich I. auf einem Feldzug durch das Slawenland. Gleich zu Beginn lernt man dort Tugomir und seine wunderschöne Schwester Dragomira kennen. Tugomir ist der eigentliche Protagonist dieses Romans, den man wegen seiner Eigenheiten und seinem Sinn für Gerechtigkeit während der Geschichte zu schätzen lernt. Besonders gut gefallen hat mir wieder, dass man die Protagonisten über einen längeren Zeitraum begleitet. Rebecca Gablé versteht sich darauf, so ausführlich wie nötig und so wenig wie möglich zu erzählen. Genau so, dass es spannend bleibt. Die Seiten sind wie im Flug vergangen. Intrigen wechseln sich mit Festen und Schlachten auf dem Feld ab, sodass es nie langweilig wird.
Bewertung
Ein herausragender historischer Roman über die Zeit Otto des Großen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung! 
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe

  1. Das Haupt der Welt
  2. Die Fremde Königin

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Wir zwei in fremden Galaxien von Kate Ling




Titel: Wir zwei in fremden Galaxien
Autoren: Kate Ling

Reihe: Die Ventura-Saga Band 1
Seitenanzahl: 332
Erschienen: 16.02.2017
Verlag: one
Genre: Science-Fiction, Jugendbuch

gelesen: Februar 2017





Klappentext

„Wir sind eine der interstellaren Generationen. Wir haben die Erde nie gesehen; wir werden unser Ziel nie zu sehen bekommen. Dieses Raumschiff, auf seiner siebenhundertjährigen Reise, ist das Einzige, was wir jemals sehen werden. Was unsere Kinder je sehen werden. Was unsere Eltern je gesehen haben.“ Die 17-jährige Seren lebt seit ihrer Geburt auf der Ventura und steht kurz vor der Abschlussfeier ihres Schuljahrgangs. An diesem Tag wird nicht nur entschieden, in welchem Bereich des Raumschiffs sie in Zukunft arbeiten soll, vor allem wird bekanntgegeben, wer aus dem aktuellen Jahrgang zu ihrem Lebenspartner ausgewählt wurde. Doch Seren hat ein Problem, denn sie hat sich verliebt. Mit dem spanischstämmigen Domingo, kurz Dom, erlebt sie echte Gefühle, das Herzklopfen der ersten Liebe. Doch beide wissen, dass sie damit gegen alle Regeln verstoßen und nur heimlich zusammen sein können. Als sich für das junge Paar eine Möglichkeit ergibt, das Raumschiff zu verlassen, muss Seren sich entscheiden. Will sie die sicheren Räume der Ventura verlassen, ohne zu wissen, ob sie außerhalb überleben können? Aber was ist die Alternative?

Meine Meinung

Thema
Das Setting von Wir zwei in fremden Galaxien hat mich sehr an die Godspeed-Reihe von Beth Revis erinnert. Menschen machen sich auf eine Jahrhunderte lang dauernde Reise zu einem fernen Planete in der Hoffnung, dass ihre Nachfahren irgendwann mal auf diesem verheißungsvollen Planeten leben werden. Allein sich in die Figuren dieses Jugendbuchs hinein zu versetzen - mich in Seren hinein zu versetzen, war toll. Ich habe mit ihr gefühlt, ihre Hoffnungslosigkeit, ihre Wut, ihre Verzweiflung angesichts der Macht der Machthaber und ihrer Machtlosigkeit über ihr eigenes Leben. Mich hat der Roman bewegt und gepackt, denn er war wirklich spannend!
Umsetzung
Trotzdem möchte ich auch Kritik äußern. Die Idee hinter dem Ganzen beschäftigt seit einiger Zeit wieder vermehrt Autoren und Filmemacher. Wie müssten die gesellschaftlichen Strukturen auf einem solchen Raumschiff aussehen? In solchen Romanen werden moralische Aspekte diskutiert, durchgespielt und bewertet. Geht man von der Idee aus, so hat Kate Ling nicht das gesamte Potential ausgenutzt. Man hätte wirklich noch mehr daraus machen können und die Hintergründe der Reise und das Leben auf der Ventura ausführlicher beschreiben können. Außerdem muss ich zugeben, dass mir jetzt vier Monate nach dem Lesen nicht mehr viele Details der Geschichte im Kopf geblieben sind. Ich hatte sogar fast vergessen, dass ich das Buch gelesen habe. Ich erinnere mich aber noch sehr gut an die Naivität Serens. Sie ist eine starke Protagonistin, aber gleichzeitig bringt sie den Leser zum Verzweifeln, denn sie handelt meist ohne an die (voraussehbaren!) Konsequenzen zu denken und das stört mich etwas. Das Cover ist auf jeden Fall wunderschön und wirklich gut gelungen.
Meinung
Ein spannendes Buch mit interessanter Thematik und einer hoffentlich noch besseren Fortsetzung. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
3.5/5 ♥♥♥♥♥♥

Die Original-Reihe

  1. The Loneliness of Distant Beings (19.05.2016)
  2. The Glow of Fallen Stars: (24.08.2017)
  3. ...?

Wir dürfen also noch etwas auf den nächsten Band warten, vor allem bis er ins Deutsche übersetzt wurde, aber ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze



Titel: Magisterium - Der Schlüssel aus Bronze
Originaltitel: The Bronze Key
Autorinnen: Holly Black & Cassandra Clare

Reihe: Band 3 von 5
Seitenanzahl: 286
Erschienen: 14.10.2016
Verlag: one
Genre: Fantasy, Jugendbuch

gelesen: Dezember 2016 als Rezensionsexemplar

3. Band. Spoilergefahr für die ersten Bände!


Klappentext

Nachdem Call und seine Freunde unter Einsatz ihres Lebens den Feind des Todes abgewehrt haben, richtet das Magisterium eine Party für sie aus. Statt zu feiern, muss Call jedoch den Angriff eines Chaosbesessenen abwehren. Eigentlich sollte das Wesen im Verließ unter der Schule festsitzen, doch irgendjemand hat es herausgelassen. Es muss im Magisterium jemanden geben, der Call töten will. Oder sind vielleicht sogar beide Makaris in Gefahr? Die Freunde setzen alles daran, um dem Spion in den eigenen Reihen auf die Schliche zu kommen - und bemerken fast zu spät, wer es ist, dem sie auf gar keinen Fall vertrauen dürfen ...


Meine Meinung

Idee
Im dritten Band wird es immer spannender, da es immer schwieriger wird, Calls Geheimnis zu bewahren. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass die drei Freunde selbst im Magisterium nicht sicher sind und nicht wissen, wer Freund und Feind ist, denn es gibt einen Spion, durch den der Fein immer einen Schritt voraus ist.
Umsetzung
Im Vergleich zu den ersten beiden Bänden konnten Holly Black und Cassandra Clare sich nochmal steigern und haben es jetzt geschafft, mich vollständig zu überzeugen. Der dritte Band ist voller Spannung, unerwarteten Wendungen und Überraschungen. Etwas schade fand ich, dass man als Leser gegen Ende schon sehr deutlich sehen konnte, wer der Spion ist, aber Call und seine Freunde trotzdem immer weiter der Gefahr entgegen gehen. Hier hätte ich etwas mehr von den Protagonisten erwartet. Ich schiebe es mal darauf, dass das Buch noch für etwas Jüngere geschrieben ist. Das dritte Jahr im Magisterium bietet aber auf jeden Fall alles andere als Routine. Besonders das Ende ist vielversprechend und bietet viel Potential für die letzten beiden Bände, auf die wir leider noch warten müssen. Ich würde jedenfalls gerne sofort weiter lesen :)
Bewertung
Tolle Fortsetzung, die stärker ist als ihre Vorgänger. Ich bin gespannt darauf, wie es jetzt mit Call weiter geht. Klare Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥

Die Reihe


im Original:
  • The Iron Trial (09.09.2014) 
  • The Copper Gauntlet (01.09.2015) 
  • The Bronze Key (30.08.2016) 
  • The Silver Mask (01.09.2017) 
  • The Enemy of Death (08.09.2018)

Wir dürfen also noch einige Zeit auf die nächsten Bände warten.


Vielen Dank an one für das Rezensionsexemplar!

Magisterium - Der kupferne Handschuh



Titel: Magisterium - Der kupferne Handschuh
Originaltitel: The Copper Gauntlet
Autorinnen: Holly Black & Cassandra Clare

Reihe: Band 2 von 5
Seitenanzahl: 304
Erschienen: 08.10.2015
Verlag: one
Genre: Fantasy, Jugendbuch

gelesen: Dezember 2016 als Rezensionsexemplar

2. Band. Spoilergefahr für den 1. Band!


Klappentext

Callum hat am Ende des ersten Schuljahrs die erste Pforte durchschritten: Nun kann ihm niemand mehr seine Zauberkräfte nehmen. Das zweite Schuljahr steht an, doch schon wieder liegt das größte Abenteuer für Call außerhalb des Magisteriums. Er muss herausfinden, welche Rolle sein Vater Alastair bei all dem gespielt hat, was kurz nach Calls Geburt beim Eismassaker passiert ist. Kann es sein, dass Alastair ein Verbündeter des Feindes ist? Was bedeutet das für Callum? Und wem kann er jetzt überhaupt noch vertrauen?


Meine Meinung

Idee
Call ist nun im zweiten Jahr auf dem Magisterium und hat mittlerweile Mordo, einen chaosbesessenen Wolf, als tierischen Begleiter hinzu gewonnen. Sein Vater scheint sich allerdings mit Mordo aber absolut nicht anfreunden zu können. Gleichzeitig sind Tamara und Aaron mittlerweile Calls beste Freunde geworden, da sie in ihrem ersten Jahr am Magisterium zeigen konnten, dass sie zusammen halten. Dafür tauchen neue Gefahren und bisher unbekannte, aber überraschende Feinde auf.
Umsetzung
Der zweite Band ist definitiv spannender als der erste. Die Geschichte ist bis jetzt im Großen und Ganzen schlüssig und das Lesen macht Spaß. Seitdem Call weiß, dass er eigentlich der Feind ist, steht er mit sich selbst innerlich im Konflikt und es ist interessant, ihn dabei beobachten zu können. Es ist sein Geheimnis. Außerdem wissen die Leser, dass Call niemals etwas Böses tun würde. Genau dieser Twist macht die Erzählung um Call und seine Freunde spannend und bietet noch viel Potential. Leider gibt es auch hier einige Logiklücken, die man vielleicht darauf zurückführen kann, dass es sich um ein Autoren-Duo handelt. Eine ist z.B. Achtung, Spoiler, markiert den Text nur, falls ihr den 2. Band komplett gelesen habtNachdem Call, Tamara, Aaron und Jasper mit dem abgeschnittenen Kopf des Feinds des Totdes in das Magisterium zurück kehren, erhalten sie von Master Rufus einen neuen Stein an ihrem Armband: Einen Tansanit als Symbol für den größten Sieg im Sinne des Magisteriums. Zu Beginn des dritten Bandes erhalten sie jedoch noch einen Stein als Auszeichnung für die gleiche Tat. Sie bekommen einen rof funkelnden Beryllstein als Auszeichnung für ihren Erfolg. Es gibt also gleich zwei Steine für ein und dieselbe heldenhafte Leistung? 
Bewertung
Eine magische Reihe für junge Abenteurer, die mir bis auf einzelne Kleinigkeiten wirklich gut gefallen hat!
Meine Bewertung:
4/5 ♥♥♥♥

Die Reihe


im Original:
  • The Iron Trial (09.09.2014) 
  • The Copper Gauntlet (01.09.2015) 
  • The Bronze Key (30.08.2016) 
  • The Silver Mask (01.09.2017) 
  • The Enemy of Death (08.09.2018)

Wir dürfen also noch einige Zeit auf die nächsten Bände warten.


Vielen Dank an one für das Rezensionsexemplar!

Magisterium - Der Weg ins Labyrinth



Titel: Magisterium - Der Weg ins Labyrinth
Originaltitel: The Iron Trial
Autorinnen: Holly Black & Cassandra Clare

Reihe: Band 1 von 5
Seitenanzahl: 332
Erschienen: 14.11.2014
Verlag: one
Genre: Fantasy, Jugendbuch

gelesen: November 2016 als Rezensionsexemplar




Klappentext

Geschlagen mit einem lahmen Bein und einer scharfen Zunge, ist der zwölfjährige Callum Hunt nicht gerade der beliebteste Junge auf dem Planeten. Doch das ist erst mal sein geringstes Problem. Denn just in diesem Moment befindet er sich auf dem Weg ins Magisterium, der unterirdischen Schule für Zauberei. Ein dunkler und geheimnisvoller Ort. Dort soll er bei Master Rufus, dem mächtigsten Magier der Schule, in die Lehre gehen. Doch alles was Call über ihn und das Magisterium weiß, lässt ihn befürchten, das erste Schuljahr nicht lebend zu überstehen.

Meine Meinung

Idee
Das Magisterium ist eine magische Reihe von dem Autorinnen-Duo Holly Black und Cassandra Clare. Holly Black hat Die Spiderwick-Geheimnisse geschrieben und Cassandra Clare dürften viele von den Chroniken der Unterwelt kennen, die ich auch noch lesen wollte.
Charaktere
Es geht um den 13-Jährigen Call, der der Sohn eines Magiers ist und dadurch sehr wahrscheinlich auch magische Fähigkeiten besitzt. Das stellt sich bei einem Eignungstest dann auch heraus, auch wenn der ganz anders als Call es beabsichtigt hatte gelaufen ist. Call kommt zusammen mit anderen Jugendlichen in das Magisterium, einer Schule für Zauberei, die tief unter der Erde in Höhlen ihre Räume hat. Dort lernt er bei Master Rufus alles über die Magie. Dabei begleitet der erste Band ihn durch das erste Jahr. Zusammen mit Call unterrichtet Master Rufus auch noch Tamara, deren Eltern in der Welt der Magie sehr einflussreich sind, und Aaaron, der immer zu allen freundlich ist. Außerdem gibt es noch andere Schüler im ersten Jahr am Magisterium wie zum Beispiel den nervigen Jasper, die anhängliche Celia und Drew.
Umsetzung
Manchmal wird die Magisterium-Reihe mit Harry Potter verglichen. Das mache ich nicht. Ich vergleiche es eher mit Der Rithmatist, da es sich eher um ein Buch für Jüngere handelt. Die Anzahl der Charakteren ist übersichtlich und die Bücher sind auch nicht sehr lang. Dadurch entwickeln sich die Charaktere nicht sehr in die Tiefe, was allerdings angesichts der Kürze auch in Ordnung ist. Was diese Bücher alle gemeinsam haben ist die Magie und die tief verbindende Freundschaft der jugendlichen Protagonisten. Das hat mir gefallen. Das Magisterium ist angenehm zu lesen, wechseln sich doch lustige Jugendgeschichten mit spannenden Abendteuern ab. Leicht enttäuscht haben mich aber einige Logikfehler und die etwas triste Ausgestaltung des Magisteriums. Zum Beispiel: Warum fährt Calls Vater ihn überhaupt zum Eignungstest, wenn er doch sowieso nicht ins Magisterium soll? Dafür macht die Aufmachung der Reihe im One-Verlag einiges wieder gut, denn die ist mit den glitzernden und farbigen Seiten ein echter Hingucker. Sehr toll war, dass die Elemente Feuer, Wasser, Luft, Erde und Chaos als die Grundpfeiler der magischen Kräfte genommen wurden, weil es hier sehr viel Potential gibt.
Bewertung
Eine magische Reihe für junge Abenteurer, die mir bis auf einzelne Kleinigkeiten wirklich gut gefallen hat!
Meine Bewertung:
4/5 ♥♥♥♥

Die Reihe


im Original:
  • The Iron Trial (09.09.2014) 
  • The Copper Gauntlet (01.09.2015) 
  • The Bronze Key (30.08.2016) 
  • The Silver Mask (01.09.2017) 
  • The Enemy of Death (08.09.2018)

Wir dürfen also noch einige Zeit auf die nächsten Bände warten.


Vielen Dank an one für das Rezensionsexemplar!

Rezension || Zorn und Morgenröte von Renée Ahdieh



Titel: Zorn und Morgenröte
Originaltitel: The Wrath and the Dawn
Autorin: Renée Ahdieh

Reihe: Band 1
Seitenanzahl: 397
Erschienen: 12.02.2016 (Hardcover)
Verlag: One
Übersetzung: Dietmar Schmidt

Genre: Jugendbuch, Roman
Themen: Orient, 1001 Nacht, Märchen

gelesen: Februar 2016 als Leseexemplar


Klappentext

Jeden Tag erwählt Chalid, der grausame Herrscher von Chorasan, ein Mädchen. Jeden Abend nimmt er sie zur Frau. Jeden Morgen lässt er sie hinrichten. Bis Shahrzad auftaucht, die eine, die um jeden Preis überleben will. Sie stehen auf verschiedenen Seiten und könnten unterschiedlicher nicht sein ... Und doch werden sie magisch voneinander angezogen ... Eine märchenhafte Geschichte über wahrhaft große Gefühle.


Erster Satz

Meine Meinung

Idee
In Chorasan herrscht der junge Kalif Chalid. Jeden Abend heiratet er ein wunderschönes, junges Mädchen und lässt sie am Morgen töten. Und niemand weiß warum. Auf diese Weise hat auch Shahrzad ihre beste Freundin Shiva verloren. Jetzt möchte sie Vergeltung und meldet sich freiwillig, um die Frau des Kalifen zu werden. Als er sie an dem Abend ihrer Vermählung aufsucht, erzählt sie Chalid eine Geschichte. Als die Morgenröte am Himmel erscheint und sie eigentlich hingerichtet werden sollte, unterbricht sie ihre Geschichte an einer spannenden Stelle. Der Kalif möchte wissen, wie die Geschichte aus geht und gewährt ihr einen Tag Aufschub, vielleicht genug, um ihr Vorhaben weiter zu verfolgen... Bis sie merkt, das in dem Palast doch einiges anders ist, als es den Anschein hat. Die Grundidee der Geschichte ist nicht neu, denn es ist die Geschichte von 1001 Nacht, aber Renée Ahdieh hat daraus etwas Neues gemacht.
Charaktere
Chalid, der vermeintlich grausame Herrscher und das Ungeher und Shahrzads Augen ist 18 Jahre alt und jung Kalif geworden. Er hatte eine schlimme Vergangenheit, über die man im Laufe des Buches immer mehr herausfindet. Das und sein Verhalten machen ihn für mich zu einer interessanten Figur. Shahrzad ist ebenfalls noch jung und war eigentlich einem anderen versprochen - Tarik. Sie liebt ihn seit sie 12 Jahre alt ist und umso schwerer ist es ihr gefallen, alles für ihre tote Freundin zu riskieren. Als Protagonistin hätte man sich kein besseres Mädchen wünschen können. Klug, gerissen, aufbrausend und humorvoll war es wirklich spannend, ihren Weg mitzuverfolgen. Ganz besonders begeistert haben mich aber Jalal und Despina, aber hier möchte ich nicht zu viel verraten.
Gestaltung
Ist das Cover nicht wunderschön? Ein wahrer Blickfang, alle Achtung. Es passt perfekt zur Geschichte und zum orientalischen Setting. Im Buch befindet sich hinten vor der Danksagung noch ein Glossar, das auf jeden Fall hilft und das ich leider erst am Ende entdeckt habe. Außerdem findet man auf der ersten und letzten Seite eine Karte von Chorasan und den Nachbarländern.
Umsetzung
Die Umsetzung war wirklich klasse. Eine tolle Idee mit einer noch besseren Umsetzung. Die Geschichte um Chalid und Shahrzad wurde ohne Längen, mit geheimnisvollen Andeutungen und spannenden Stellen erzählt. Ich hatte immer Lust weiterzulesen und wäre nicht meine Französischklausur "dazwischen" gekommen, hätte ich es wahrscheinlich noch viel schneller gelesen. Die Seiten sind nur so dahin geflogen. Probleme hatte ich immer wieder mit den arabischen Begriffen, denn das Glossar habe ich erst am Ende entdeckt. Ein kleiner Hinweis am Anfang, dass es sich am Ende befindet, hätte wirklich sehr geholfen. Denn ich blättere nie vor die Danksagung aus Angst, rein zufällig irgendetwas vom Ende aufzuschnappen.
Bewertung
Mit Zorn und Morgenröte hat Renée Ahdieh ein verzauberndes Buch voller Geheimnisse in einem wunderbar ausgearbeiteten Ambiente geschaffen! Mich hat sie in eine Welt der Sonne über der Wüste und der warmen Nächte, in denen es wunderbar nach Yasminreis duftet, verführt. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weiter geht und hoffe, dass die Fortsetzung bei uns in Deutschland schnell erscheint!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥

Die Original-Reihe


  1. The Wrath and the Dawn (12. Mai 2015)
  2. The Rose and the Dagger (03. Mai 2016)
  3. [geplant] (2017)

Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Leseexemplar!

Rezension || Der Palast der Meere | Rebecca Gablé

Der Palast der Meere


Titel: Der Palast der Meere - Ein Waringham-Roman
Autorin: Rebecca Gablé

Seitenanzahl: 957
Erscheinungsdatum: 10.09.2015
Verlag: Bastei Lübbe

Genre: Historischer Roman, Erwachsenenbuch
Themen: England, Potestantismus, Papismus, Hof, Königin, Spion, Seefahrt, Neue Welt, Piraterie, Sklaverei
Leseprobe

gelesen: Oktober/November 2015 als Rezensionsexemplar (gebunden)





Klappentext

London 1560: Als Spionin der Krone fällt Eleanor of Waringham im Konflikt zwischen der protestantischen Königin Elizabeth I. und der katholischen Schottin Mary Stewart eine gefährliche Aufgabe zu. Ihre Nähe zur Königin schafft Neider, und als Eleanor sich in den geheimnisvollen König der Diebe verliebt, macht sie sich angreifbar. Unterdessen schleicht sich ihr fünfzehnjähriger Bruder Isaac in Plymouth als blinder Passagier auf ein Schiff. Nach seiner Entdeckung wird er als Sklave an spanische Pflanzer auf der Insel Teneriffa verkauft. Erst nach zwei Jahren kommt Isaac wieder frei – unter der Bedingung, dass er in den Dienst des Freibeuters John Hawkins tritt. Zu spät merkt Isaac, dass Hawkins sich als Sklavenhändler betätigt – und dass sein Weg noch lange nicht zurück nach England führt ...




Lieblingszitat

S. 729

Meine Meinung

Idee
Der Palast der Meere spielt in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in England und der Neuen Welt. Es ist ein historischer Roman über königliche Intrigen, das mittelalterliche Leben und die Seefahrt samt Schlachten in der Neuen Welt, Piraterie und Sklaverei. Außerdem geht es um den Konflikt zwischen Protestanten und Papisten zu der damaligen Zeit, wobei hier weniger die eigentlichen Religionen, sondern eher die Politik dahinter im Vordergrund stehen.
Charaktere
Isaac ist zu Beginn des Geschehens 15 Jahre alt und hat alles andere als den Wunsch seines Onkels im Sinn. Als er Verantwortung für seine Familie, die Waringhams, übernehmen soll, wie es seine Pflicht ist, schleicht er sich als blinder Passagier auf John Hawkins Schiff, das in den Süden segelt. Er erreicht das, was er wollte, nämlich die Welt zu sehen, allerdings anders, als er sich es vorgestellt hat.
Derweil ist seine große Schwester Eleanor bei Hofe das Auge der Königin Elizabeth und damit als Spionin für sie tätig. Das Verhältnis zwischen Isaac und Eleanor ist eher angespannt. Eleanor verliebt sich in Gabriel, den König der Diebe. Dieser ist Anführer der Dunklen Bruderschaft, die eine Diebesgilde in London ist. Hinzu kommen noch viele weitere Figuren, die alle den unterschiedlichsten Schichten angehören, wodurch das Buch lebendig wird.
Umsetzung
Das Buch gliedert sich in vier große Teile, die jeweils ein paar Jahre behandeln, aber einen zeitlichen Abstand von mehreren Jahren bis Jahrzehnten haben. Es beginnt im März 1560 und verfolgt die Figuren bis ins Jahr 1588. Durch die großen Zeitsprünge bleibt es spannend, da immer wieder Neues in der Zwischenzeit passiert, dass man durch Erzählungen im Rückblick erfährt. Durch die verschiedenen Hauptfiguren, die verschieden alt und meistens nicht am gleichen Ort sind, bleibt das Buch abwechslungsreich. So erlebt man einerseits das Geschehen am Hofe, andererseits auch das Geschehen auf der See (und an anderen dunklen Orten). Dadurch, dass Gabriel der König der Diebe ist und die Dunkle Bruderschaft leitet, erhält das ganze noch einen zusätzlichen geheimnisvollen und interessanten Handlungsstrang. Mit fast tausend Seiten hat man so ein langes und unterhaltsames Lesevergnügen. Während dem Lesen sind mir die Figuren wirklich ans Herz gewachsen, so unterschiedlich sie auch sein mögen. An einer Stelle hat mich eine Szene ganz besonders berührt, aber ich möchte nicht zu viel verraten. Außerdem ist das Buch wirklich gut recherchiert und wer mich kennt, wird wissen, dass ich sowas liebe!
Schreibstil
Die Handlungen werden im personalen Erzählstil im Wechsel hauptsächlich aus Isaacs und Eleanors Sicht in der Vergangenheit erzählt. Ab und zu finden sich auch vereinzelte Kapitel aus der Sicht anderer Figuren, aber das kommt selten vor. Der Schreibstil war angenehm und ich hatte keine Probleme damit, längere Zeit am Stück oder mehrere Hundert Seiten am Tag zu lesen. Durch die Zeitsprünge bleibt das ganze Geschehen spannend, weshalb es keine Längen gibt.
Gestaltung
Das Buch ist liebevoll gestaltet und das Cover passt gut zur Geschichte. Es sind vier Innenillustrationen von Jürgen Speh sowie eine Karte der Neuen und Alten Welt im vorderen Deckel und eine Karte von England im hinteren Deckel enthalten, die ich nicht nur passend zu den Geschehnissen sind, sondern auch einen guten Überblick über die Handlungsorte verschaffen. Ein paar Orte habe ich leider vergeblich gesucht, aber insgesamt war es nicht schlimm. Hilfreich war außerdem die Übersicht der wichtigsten Personen am Anfang, bei der man zwischendurch immer mal wieder nachschauen konnte. Schön ist auch, dass es ein achtseitiges Nachwort gibt, in dem die Parallelen zur Realität aufgezeigt werden und eine Abgrenzung zur Fiktion vorgenommen wird - was ist Wirklichkeit und was Phantasie? Was ist wahr und was hinzu erfunden?
Bewertung
An diesem wundervollen historischen Roman ist nichts auszusetzen! Ich hoffe inständig, dass es eine Fortsetzung gibt, am liebsten mit Anne (die man später im Buch kennen lernt) als Protagonistin.
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥

Zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass es sich bei Der Palast der Meere um den 5. Band der Waringham-Saga handelt, dessen erster Band 1997 erschienen ist. Ich habe die vorhergehenden Bände nicht gelesen, allerdings war das kein Problem, da Vergangenes erklärend erwähnt wird.



Illustrationen von Jürgen Speh

Vielen Dank an Bastei Lübbe über BdB für das Rezensionsexemplar!