Rezension & Blogtour || Alba & Seven von Natasha Ngan


Titel: Alba & Seven - Vertraue niemals der Erinnerung
Originaltitel: The Memory Keepers
Autorin: Natasha Ngan

Seitenanzahl: 432
Erschienen: 01.01.2016
Verlag: Arena
Übersetzung: Michael Koseler

Genre: Jugendbuch, Dystopie, Science-Fiction
Themen: Erinnerungen, Armut & Reichtum

gelesen: März 2016 als Rezensionsexemplar


Klappentext

Alba will nur eins: endlich aus ihrem goldenen Käfig im Nordbezirk Londons ausbrechen. Als Tochter des mächtigsten Mannes des Landes ist ihre Zukunft jedoch längst vorherbestimmt. Die letzte Chance, frei zu sein, kommt in Gestalt eines jungen Diebes: Seven. Und der ist nicht nur total unverschämt, sondern auch Mitglied einer Straßengang, die mit gestohlenen Erinnerungen auf dem Schwarzmarkt handelt. Ausgerechnet ihm folgt Alba zum ersten Mal in den Süden. Doch in einer Welt, in der keine Erinnerung privat ist, bleiben auch Geheimnisse nicht lange verborgen. Geheimnisse, die Albas Leben für immer verändern, und Seven in tödliche Gefahr bringen. Die beiden müssen alles aufs Spiel setzen - ihr Leben … und ihre Liebe.




Blogtour - Der Handlungsort London


Das Thema meines Beitrags zur Blogtour ist der Handlungsort. Alba und Seven spielt im futuristischen London, um genau zu sein im Herbst 2144.


Zu dem Zeitpunkt ist London durch die Themse in den reichen Norden und den verarmten Süden geteilt. Alba wohnt im Hyde-Park, der im Norden liegt. Der Park beherbergt in der Zukunft die exklusivsten Anwesen Londons - scheinbar angemessen für Albas Familie, die eine der einflussreichsten Londons ist. Ausgestattet mit allem, was man sich wünschen kann, ist das Leben im Norden angenehm gegenüber dem im Süden, in dem die Armen in heruntergekommenen Gebäuden oder auf der Straße leben. So wie Seven. Der Süden ist kein Ort, an dem man gerne lebt. Jeden Tag Hunger, Dreck und Gestank auf den Straßen und ohne Hoffnung, wie es am nächsten Tag weiter gehen soll, treibt es die Menschen in die Kriminalität. Aber auf das, was Seven macht, um sein Überleben zu sichern, steht die Todesstrafe.



Dabei trennt die Themse die beiden Stadthälfte und deren Brücken werden streng von Polizisten in roten Uniformjacken kontrolliert. Bewohner des Südens gelangen nicht in den Süden - außer sie sind dort zum Beispiel als Dienstboten beschäftigt. Dahingegen können die Einwohner des Nordens die Brücken nach Belieben passieren.


Aber alles findet seinen Weg und so gibt es neben den legalen Wegen in den Süden auch bisher von der Polizei unentdeckte Möglichkeiten. Gleichzeitig spielt auch die Underground, das U-Bahn-System, eine kleine Rolle. Die Underground existiert nämlich nicht mehr, doch keiner traut sich in die ehemaligen Tunnel, die im Süden mittlerweile von U-Bahn-Gangs und Drogendealern genutzt werden.

Zitat

Kapitel 2

Meine Meinung

Idee
In der Zukunft ist es möglich, Erinnerungen auf Speicherchips abzuspeichern, um sie sich später erneut mithilfe einer Erinnerungsmaschine anzusehen. Erinnerungen sind kostbar, weil mit ihrer Hilfe eine Flucht aus dem harten Alltag möglich ist - wenn auch nur für kurze Zeit. Die Reichen im Norden handeln mit Erinnerungen an den Finanzmärkten, während die Armen im Süden daran teilhaben wollen. Deshalb gibt es Erinnerungsdiebe wie Seven, die in die Häuser im Norden einbrechen, um Erinnerungen zu stehlen und zu verkaufen, um zu überleben. Doch darauf steht die Todesstrafe. Als er bei seinem riskantesten Diebstahl ist, trifft er auf Alba und für beide eröffnen sich neue Möglichkeiten.
Charaktere
Die sechzehnjährige Alba ist die Tochter von Alastair White, dem Oberstaatsanwalt von London und damit einer der einflussreichsten Männer der Stadt. Sie lebt in einem großen Anwesen mit Hyde-Park mit ihrer eigenen Zofe Dolly. Eigentlich hat sie alles, was sie sich wünschen kann bis auf eines - Freiheit. Sie ist eingesperrt wie ein Vogel im goldenen Käfig. Ihr Vater jagd Menschen wie Seven, der ein Erinnerungsdieb aus dem Süden ist.
Umsetzung
Natasha Ngan hat Alba und Seven vorbildlich umgesetzt. Mir hat es wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Es war unterhaltsam, aber gleichzeitig auch spannend und nie langweilig. Sie hat die Geschichte ohne Umschweife auf den Punkt gebracht und an einigen Stellen musste ich wirklich innerlich grinsen, weil mir ihre Umsetzung so gut gefallen hat. Abwechselnd wird kapitelweise aus der Sicht von Alba und Seven erzählt. Dabei erlebt man die verschiedenen Blickwinkel auch nachvollziehbar mit. Gerne hätte ich noch mehr über die Hintergründe und das Leben im futuristischen London erfahren, genauso wie es mit den beiden Protagonisten weiter geht. Deswegen hatte ich auf eine Fortsetzung gehofft.
Fortsetzung?
Ich habe Natasha Ngan auf ihrer Website gefragt, ob es eine Fortsetzung geben wird. Und die schlechte Nachricht ist: nein. Im Moment ist leider keine Fortsetzung geplant. Das ist natürlich schade, aber so wissen wir wenigstens, dass die Story ihren Abschluss gefunden hat.
Bewertung
Ich habe das Buch geliebt! Mit einem hochinteressanten Thema, nämlich das Verhältnis zwischen Arm und Reich, das aktueller ist, als wir uns vielleicht im ersten Moment bewusst sind, hat mich Alba und Seven wirklich beeindruckt. Die Story ist abwechslungsreich und spannend - klare Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
5+/5 ♥♥♥♥♥

Vielen Dank an Arena für das Rezensionsexemplar!

Logikfehler der Royal-Reihe


Spoilergefahr! Ich bin ein absoluter Fan der Royal-Reihe. Ich habe mich auf jeden Band gefreut und deswegen möchte ich euch heute die Logikfehler sagen, die mir aufgefallen sind. Royal spielt im Jahre 2130 in Viterra, einem Königreich, das von einer Glaskuppel umgeben ist. Die Kuppel wurde 1960 gebaut. Der Bau hat 20 Jahre gedauert und die Fläche des Königreichs beträgt 80.000 km². Viterra ist also nur etwas kleiner als Österreich. Zu der Zeit, in der Royal spielt, leben ungefähr 13 Millionen Menschen in Viterra. Man erfährt zwar nicht ganz genau, wann der dritte Weltkrieg sein soll, es ist aber anzunehmen, dass es nach 1990 ist, da sich in dem Jahr darauf geeinigt wurde, das Viterra in einer Monarchie regiert wird.

Die Logikfehler


  1. Die Ausmaßen der Kuppel. Das Königreich umfasst 80.000km² und ist von einer Glaskuppel umgeben. Aus Stabilitätsgründen muss die Kuppel halbkugelförmig sein oder die Form eines Ei haben, aber mit der längeren Seite nach oben zeigend. Nehmen wir also mal an, die Kuppel sei eine Halbkugel. Eine Kugel mit der Fläche von 80.000km² müsste einen Radius von 160km haben. Also muss auch die Halbkugel eine Höhe von 160km (!) haben. Da Royal ohne Fantasy auskommt und 1960 noch nicht zu Science-Fiction gehören kann, ist eine solche Höhe für eine Glaskonstruktion utopisch, ja bei dem Stand der Technik unmöglich auch wenn wie im Buch beschrieben Dutzende von Professoren, Ingenieuren und Architekten am Bau beteiligt waren. Zum Vergleich: Flugzeuge fliegen in einer Höhe von 9 km bis ca. 13 km.
  2. Das angeblich verseuchte Gebiet. Als die Kuppel gebaut wurde, hat der Gründer Dr. Koslow das Gebiet des Königreiches nach außen hin als vermeintlich atomare Zone deklariert. Wir erfahren in der Royal-Reihe, dass es noch Menschen außerhalb der Kuppel gibt, diese aber jahrhundertelang nichts von Viterra wussten bis die Amerikaner das Gebiet in Russland, auf dem Viterra steht, vor ein paar Jahren gekauft haben und erst sie auf die Idee gekommen sind, das verseuchte Gebiet zu betreten. Deshalb hat erst jetzt die Außenwelt von Viterra erfahren. Das seltsame dabei ist, dass atomar verseuchte Gebiete normalerweise regelmäßig untersucht werden, um die Verstrahlung zu messen. Dabei hätte sofort auffallen müssen, dass überhaupt keine Strahlung vorhanden ist - und nicht erst nach Jahrhunderten.
  3. Flugzeuge & Satelliten. Wie oben schon beschrieben, ist Viterra riesig. In Princess erfahren wird, dass es mittlerweile sogar fliegende Autos gibt. Vorher haben wir schon von Helikoptern erfahren und in Princess wird uns wiederum gezeigt, dass die Technik sich außerhalb Viterras erheblich verbessert hat. Es ist also kein Wunder, wenn 2130 wie heute bei uns Flugzeuge fliegen und das nicht gerade wenige. Wie oben beschrieben, fliegen Flugzeuge in einer Höhe von 9 bis 13 km und müssten demnach beim Überfliegen Viterras direkt in die Kuppel fliegen oder die Kuppel jedenfalls bemerken, da es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Gebiet von der Größe Österreichs in zweihundert Jahren nicht überflogen wird. Ein zweiter Punkt sind Satelliten: Jeder kennt Google Maps. Satelliten erstellen immer wieder neue Bilder der Erde - eine riesige Glaskuppel diesen Ausmaßes bliebe also nicht lange unbemerkt.
  4. Evelina oder Ewelina? In Band 6 der Royal-Reihe heißt die Schwester des Prinzen in der Nachricht der Reporterin Ewelina, in Princess bei genau der gleichen Nachricht der gleichen Reporterin ist es allerdings Evelina. 
  5. Kaffee oder heiße Schokolade? Ein kleiner Logikfehler ist mir im Spin-off aufgefallen. Dort sitzen Evelina und Logan in New Yorek in einem Café. Logan sagt dort zu Evelina "Trink ruhig, das ist der beste Kaffee der Stadt", obwohl sie gerade einen heiße Schokolade vor sich stehen hat.
Das waren die Fehler, die mir persönlich aufgefallen sind. Manche hätte man einfach beseitigen können, zum Beispiel indem man auch den Bau der Kuppel in die Zukunft verlagert. Sind euch die Fehler auch aufgefallen?

Rezension || Princess - Der Tag der Entscheidung (Royal Spin-off) von Valentina Fast




Titel: Princess - Der Tag der Entscheidung
Autorin: Valentina Fast

Reihe: Spin-off
Seitenanzahl: 232 (auf meinem eReader)
Erscheinungsdatum: 03.03.2016
Verlag: im.press

Genre: Romantik, Dystopie
Themen: Zukunft, Prinzessin

gelesen: März 2016 als eBook



Hierbei handelt es sich um einen Spin-off! Nicht lesen, wenn ihr nicht die gesamte Royal-Reihe vorher gelesen habt! Den Post zum ersten Band findet ihr hier.

Klappentext

Eine rebellische Prinzessin kurz vor der Prinzenwahl
Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, lässt seine royalen Kinder seit Anbeginn der Zeiten im Verborgenen aufwachsen. Das gilt nicht nur für den Prinzen, der gerade eine aufwendige Prinzessinnenwahl durchlaufen musste, sondern auch für seine Schwester Evelina, deren Prinzenwahl noch bevorsteht. Nur leider ist Evelina alles andere als eine typische Prinzessin und kein Mädchen, das sich gerne versteckt hält. Und dennoch ist es ausgerechnet ein Maskenball, der ihr den Weg in die Freiheit zeigen wird...



Meine Meinung


Idee
Was denkt ihr bei diesem Klappentext? Wovon wird der Spin-off handeln? Ihr seid Royal-Fans und habt Royal vielleicht sogar wegen dem Selection-Hype gelesen. Da seht ihr den Klappentext zu Princess und denkt euch "Hey! Noch eine Selection-Story, muss ich gleich kaufen!" Ihr kauft das Buch, nur um festzustellen, dass der Klappentext eigentlich absolut nicht das beschreibt, worum es in dem Buch geht.
Charaktere
Protagonistin dieses Bandes ist Evelina ("Lina"), die Schwester des Prinzen. Sie lebt während der Auswahl des Prinzen außerhalb des Palastes und ist ganz anders, als man es von einer Prinzessin erwartet hätte. Eben rebellisch und auf eine angenehme Art auch sympathisch. Während alle Welt ganz Viterra voller Erwartung die Auswahl im Palast verfolgt, schleicht sich Evelina davon und erfährt so einiges über ihr Königreich.
Umsetzung
Princess ist im Kern einfach nur eine Nacherzählung der gesamten Royal-Reihe und sollte dementsprechend auch erst danach gelesen werden. Man erlebt die gesamte Zeit der Auswahl aus Sicht von Evelina, erfährt etwas mehr über die "Geheimnisse" des Königreiches (wobei das für Royal-Leser nicht mehr ganz so aufregend ist) und blickt einmal in die Stadt New Yorek außerhalb Viterras. Dazu gibt es eine hübsche und recht kurze Liebesgeschichte um Evelina, aber alles andere als eine Auswahl, in der Evelina ihren Ehemann wählt. Und das stört mich. Denn das deutet der Klappentext eigentlich an.
Bewertung
Der Spin-off Princess kann leider nicht viel Neues bieten, trotzdem ist er angenehm zu lesen und für Royal-Fans zu empfehlen. Leider konnte auch dieser Band die Logikfehler der Reihe nicht erklären, sondern eher noch verstärken. Schade!
Meine Bewertung:
4/5 ♥♥♥♥

Die Reihe

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Rezension | Blutring von Gerd Ruebenstrunk




Titel: Blutring
Autor: Gerd Ruebenstrunk

Seitenanzahl: 304
Erschienen: 15.02.2016
Verlag: Planet!

Genre: Jugendbuch, Abenteuer
Themen: Barcelona, Kalé, Roma, Sage

gelesen: März 2016 als Rezensionsexemplar




Klappentext

Ein alter Mann, der ein dunkles Geheimnis mit in den Tod nimmt. Ein Junge, der in einem vergilbten Buch erste Hinweise auf eine Verschwörung findet. Und ein Mädchen, das wissen will, was tatsächlich hinter den alten Familiengeschichten steckt. Die Suche nach dem legendären Blutring des Tamerlan in den dunkelsten Gassen Barcelonas beginnt – eine Suche auf Leben und Tod.


Zitat

S. 295



Meine Meinung

Idee
Die Idee hat mich gegen Ende des Buches an Herr der Ringe für Jugendliche und ohne so viel Fantasy erinnert, allerdings geht es bei dem Blutring um eine alte Sage der Roma in Spanien, den Kalé. Diese bewahren seit Jahrhunderten den magischen und machtvollen Ring auf, um ihn vor Menschen mit bösen Absichten zu schützen.
Charaktere
Der dreizehnjährige Daniel wohnt in Deutschland bis seine Eltern beschließen, aus beruflichen Gründen nach Barcelona in Spanien zu ziehen. Jakob kommt aus der Schweiz und lebt schon länger in Barcelona. Daniel und Jakob lernen sich in der Deutschen Schule kennen. Das hat mich ganz besonders gefreut, da ich genau in dieser Schule in Barcelona schon war. Später treffen die beiden Jungs das Kalé-Mädchen Lola. Die Kalé gehören zu den Roma und sind vor vielen Jahrhunderten in Spanien eingewandert. Die drei machen sich zusammen auf die Suche nach dem Ring - dabei sind sie aber nicht die einzigen und so beginnt eine Jagd auf den Ring voller Macht durch ganz Barcelona.
Umsetzung
Ich habe die Umsetzung geliebt! Besonders der Handlungsort Barcelona mit all seinen Facetten hat es mir angetan. Ruebenstunk hat es geschafft, einem richtig Lust auf die Stadt und ihre Geschichte zu machen, die besonders schön mit der Geschichte um Lola, Daniel und Jakob verbunden wurde. Das Buch steckt voller Rätsel, die gelöst werden müssen und auch die spannenden Stellen können überzeugen. Dadurch, dass das Jugendbuch relativ kurz ist, wird sich nicht zu lange mit ausführlichen Beschreibungen aufgehalten, was ich gut finde. Es war angenehm zu lesen und eignet sich deshalb wunderbar, wenn man mal nicht so viel Zeit hat.
Bewertung
Eine spannendes Jugendbuch rund um eine Familiengeschichte der Roma in Barcelona mit einer tollen Message am Ende! Absolute Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
5/5 ♥♥♥♥♥


Vielen Dank an Planet! für das Rezensionsexemplar!

Lesemonat Februar 2016


Hallo! Der letzte Monat war ganz entspannt und voller toller Bücher. Outlander - Feuer und Stein habe ich noch nicht ganz zur Hälfte gelesen. Meine absoluten Highlights der beendeten Bücher waren Masterminds, Zorn und Morgenröte sowie der Krimi/Thriller Die Lügen der Anderen.


Gelesene Bücher: 5
Angefangene Bücher: 2
Gelesene Seiten: 2514
Ø Seiten pro Tag: 87

Highlights:
Masterminds
Zorn und Morgenröte
Die Lügen der Anderen

Neuzugänge März 2016


Auch dieses mal habe ich interessante Neuzugänge. Alba & Seven lese ich gerade schon & dazu wird es auch noch eine Blogtour geben, bei der ich mitmache. Bis jetzt bin ich von dem Buch begeistert! Auch die Neuerscheinung Die Magie der Namen aus dem ivi-Verlag durfte neu bei mir einziehen. Dazu habe ich mir noch drei eBooks geholt. Einmal den Spin-Off zur Royal-Reihe: Princess - Der Tag der Entscheidung, dann Feuerrot und unfehlbar. Alles Bücher, auf die ich richtig viel Lust habe :D

Rezension || Der Game Master - Gegen die Spielregeln von James Dashner



Titel: Der Game Master - Gegen die Spielregeln
Originaltitel: The Mortality Doctrine #2
Autor: James Dashner

Reihe: Band 2 der Trilogie
Seitenanzahl: 416
Erschienen: 11.01.2016
Verlag: cbt
Übersetzung: Karlheinz Dürr

Genre: Jugendbuch, Science-Fiction
Themen: Virtuelle Welt, Programmieren, Hacken, Gamer

gelesen: Februar/März 2016 als Rezensionsexemplar (TB)


Klappentext

Michael hat das Geheimnis des Cyber-Terroristen Kaine gelüftet – doch das ist erst der Anfang des Albtraums. Denn Kaine ist ein mutierter Tangent, ein Computerprogramm, das sich zu einem hochintelligenten Wesen mit eigenem Willen entwickelt hat. Und Kaine will nur eines: Die Alleinherrschaft über das VirtNet und die reale Welt! Für Michael und die VirtNet-Security beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit, denn die Machtübernahme ist bereits im Gange …


Zitat


Meine Meinung

Idee
Die Idee dürftet ihr bereits aus dem ersten Band kennen. Auch im zweiten Band dreht sich alles um die Jagd nach Kaine im VirtNet. Dafür nimmt im zweiten Band das Geschehen in der realen Welt eine größere Rolle ein.
Rücklbick
Wer den ersten Band schon vor längerer Zeit gelesen hat, sollte vorher definitiv eine Zusammenfassung des ersten Bandes lesen, denn man wird ohne erneute Einführung und ohne Rückblick in das Geschehen geworfen. Mir ist es immer wichtig, dass auf 1-2 Seiten nochmal der vorherige Band kurz zusammen gefasst wird, da in der Regel der Vorgänger schon etwas weiter zurück liegt. In diesem Fall hatte ich ausnahmsweise kein Problem, da ich erst letzten Monat den Auftakt der Trilogie gelesen habe.
Umsetzung
Zu Beginn hatte ich die gleichen Probleme wie beim ersten Band - die Geschichte war zwar ganz interessant, konnte mich aber nicht wirklich packen. Es hat sich etwas gezogen, aber ab der Mitte des Buches gab es immer mal wieder interessante und durchaus auch spannende Stellen. Ganz besonders gut hat mir die Szene im großen Bürogebäude gefallen (ohne zu Spoilern). Dafür haben sich die Szenen im VirtNet sooo gezogen. Besonders die Kapitel mit der violetten Welt konnten mich nicht überzeugen, da es einerseits so beschrieben war, dass man es sich nur schwer vorstellen konnte und andererseits nicht wirklich zum Vorankommen des Geschehens beigetragen hat. Da das Buch aber auch in der "realen" Welt gespielt hat und diese Szenen sogar ziemlich gut waren, hat es mir sogar besser als das erste Buch gefallen. Am Ende konnte es sogar mit einigen interessanten Wendungen überzeugen, sodass ich mir wirklich überlege, ob ich den Abschluss, der im August diesen Jahres erscheint, auch noch lese. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Sarah, während Bryson leider nicht so mein Fall ist. Gabby lernt man in diesem Band neu kennen. Zwar erfährt man noch nicht so viel über sie, aber ich könnte mir gut vorstellen, dass sie im dritten Band eine größere (und sympathische) Rolle spielt.
Bewertung
Die Fortsetzung der Game-Master-Reihe ist zwar besser als der erste Band, konnte mich aber leider nicht begeistern. Wem jedoch der zweite Band der Maze-Runner-Trilogie gefallen hat, wird auch mit dem Buch seine Freude haben.
Meine Bewertung:
3/5 ♥♥♥♥

Die Reihe

Über einen Klick auf das Cover gelangt ihr zu den anderen Rezensionen.


  1. Der Game Master - Tödliches Netz (09.03.2015)
  2. Der Game Master - Gegen die Spielregeln (11.01.2016)
  3. Der Game Master - Das Spiel ist aus (08.08.2016)
Vielen Dank an cbt für das Rezensionsexemplar!