Aufgegeben

Ich hab aufgegeben. Komme gerade aus der Klausur, die viel zu schwer war und ganz anders als die Probeklausur. Warum kann man nicht mal eine realistische Probeklausur machen?! Warum kommen Themen dran, die ausgeschlossen wurden? Ich hab 15 min vor Abgabe alle meine Lösungswege durchgestrichen und abgegeben. Da ich meine Prüfungsordnung wechsel, wird das Modul Physik in zwei neue Module aufgespaltet, das heißt, ich hab noch alle Versuche und der Stoff ist pro Klausur nur halb so viel. Die Klausur jetzt wird nirgends auftauchen, wie als hätte ich sie gar nicht mitgeschrieben. Was für ein Glück. Dafür darf ich mich noch zwei Semester mit Physik rumschlagen. Ach Leute, manchmal ist es echt scheiße. Ich hätte vielleicht gerade so bestanden, mit Glück, aber eine 4.0 ist auch nicht toll. Also probier ichs lieber nochmal.

Ich würde mich freuen...




...wenn ihr an meiner Umfrage links teilnehmen würdet,
damit ich weiß, was euch interessiert :)

PS: Den Aufbau des Auges muss ich auch noch lernen ._.

Lernleben


Open Office mag uns nicht.


Nervennahrung.

Montag: 2 Stunden Physik-Klausur (obwohl wir laut Modulhandbuch eigentlich 3 Stunden Zeit bekommen müssten), erlaubte Hilfsmittel: 2 Seiten Formelsammlung gedruckt oder handschriftlich (dass gedruckt erlaubt ist, hab ich erreicht :D, wir haben 4 Seiten, die wir auf 2 drucken), nicht programmierbarer und nicht grafikfähiger Taschenrechner

Dienstag: 3 Stunden 2 Stunden (hab mich vertan) E-Technik-Klausur, erlaubte Hilfsmittel: 4 Seiten Formelsammlung gedruckt oder handschriftlich


Mathefund

© Sms von gestern Nacht (App)

Für alle, die sich durch Uni-Mathe gequält haben. 
Gefunden auf Sms von gestern Nacht, kurz nach meiner Matheklausur. 
Vielleicht hat der ja mit geschrieben^^

Tipps für die Uni | Teil 7


Heute möchte ich euch endlich erzählen, wie man richtig lernt und zwar darauf basierend, wie das Gedächtnis funktioniert. Dabei werde ich noch nicht darauf eingehen, wie genau das an der Uni läuft (das kommt in einem der nächsten Teile!), sondern erstmal allgemein bleiben.

Der Sinn der Schule ist es, dass man lernt, wie man lernt und einen gewissen Wissensstand erreicht, eine Art Allgemeinbildung. Die richtige Flut an Wissen kommt erst in der Uni und damit muss man umgehen können. Man sagt immer, eine einzige Klausur an der Uni ist so viel Lernstoff wie das gesamte Abitur und ich kann sagen, dass das mehr als stimmt. Besonders diejenigen, die geisteswissenschaftliche Fächer studieren haben in einem Modul mehrere Hundert bis Tausend Seiten Stoff zu lernen. In der Schule hatte man 12 oder 13 Jahre lang Zeit, auszuprobieren, wie man selbst am Besten lernt - hier kommt das, was man vielleicht schon in irgendeiner Form selbst bei sich beobachtet hat, als Zusammenfassung. In der Uni bleibt einem leider kaum mehr Zeit das Lernen zu Lernen.

Das Gedächtnis

Es gibt drei verschiedene Gedächtnissysteme:

  1. sensorische Gedächtnis ("Ultrakurzzeitgedächtnis") - speichert Infos für einige Millisekunden bis Sekunden: Das, was ihr gerade seht, lest, hört, riecht oder schmeckt, wird darin gespeichert.
  2. Arbeitsgedächtnis - speichert Infos für 25-40 Sekunden, Zentrum der bewussten Informationsverarbeitung, hat eine Kapazität von 7±2 Informationseinheiten (Für Interessierte: Bei einem Kleinkind sind es 3, bei einem Menschen mit einem IQ von 100 sind es 5, bei denen mit IQ 115 sind es 7 und bei den Hochbegabten 9)
  3. Langzeitgedächtnis - speichert Infos bis zu Jahren

Ziel ist es also, den Lernstoff vom Ultrakurzzeitgedächtnis ("Habe ich gerade gelesen") über das Arbeitsgedächtnis in das Langzeitgedächtnis zu befördern. Wichtig ist auch zu wissen, dass Informationen, die dauerhaft in unserem Gehirn gespeichert werden sollen, einen grundlegenden Umbauprozess an den Neuronen erfordern, der mindestens 24 Stunden in Anspruch nimmt. Es nützt also nichts, am Tag vor einer Klausur mit dem Lernen zu beginnen, denn dann ist es schon viel zu spät und wir können den Stoff gar nicht mehr lernen.

Wie Lernen funktioniert




Lernen funktioniert in drei Schritten: aufpassen - verstehen - wiederholen. Um den letzten Schritt zu perfektionieren, das heißt, um die Informationen ins Langzeitgedächtnis zu bekommen, muss man die ersten beiden Schritte optimieren.
Mit dem Aufpassen ist gemeint, dass ihr neue Informationen aufmerksam aufnehmt, z.B. durch Lesen eines Textes, Betrachten einer Grafik oder Zuhören bei einer Präsentation. Dabei meine ich wirklich aufmerksam. Keine Musik dabei, keine andere Ablenkung, volle Konzentration. Dann müsst ihr die Information verstehen, indem ihr sie mit anderem, was ihr bereits wisst, verknüpft. Bei einer Formel kann das so aussehen, dass man sich klar macht, was die einzelnen Komponenten bedeuten, welchen Sinn die Formel hat und was ich mit ihr berechnen kann. Letztendlich müsst ihr diesen Vorgang aus Information aufnehmen und verstehen einige Male wiederholen, um das Wissen zu festigen.

Häufigkeit des Wiederholens

Wie schnell wir etwas lernen, hängt stark davon ab, wie intensiv wir uns damit beschäftigen. Das kann man an folgender Übersicht ablesen. Wir lernen
  • 10% durch Lesen
  • 20% durch Hören
  • 30% durch Sehen
  • 50% durch Hören und Sehen
  • 70% durch das Diskutieren mit anderen (z.B. Diskussion darüber, ob das, was im Skript des Profs steht stimmt oder ob er mal wieder einen Fehler gemacht hat; zusammen Inhalte erarbeiten, offene Fragen versuchen zu lösen)
  • 80% durch eigenes Handeln und Erfahren (z.B. Theorien ausprobieren, Übungen rechnen, Diagramme erstellen usw.)
  • 95% dadurch, dass wir es anderen beibringen (wirklich die beste Methode! Versucht das, was ihr gelernt habt, anderen zu erklären - dadurch wird es richtig vertieft)

Lernen verbessern


  • Ablenkungen vermeiden. Das ist hart, richtig hart. Ablenkungen lauern überall und reißen mich immer schnell aus meinem "Lernfluss" raus. Die größten Ablenkungen sind das Smartphone und das Internet. Ein paar Tipps dazu gebe ich noch in späteren Teilen. Es hilft aber auf jeden Fall, den eigenen Schreibtisch leer zu räumen und nur noch das Nötigste in Reichweite zu haben, also nicht das Handy! 

  • Lernort finden. Ein optimaler Lernort ist leise und bietet keine großen Ablenkungsmöglichkeiten. Ihr müsst genug Platz haben, um all eure Lernutensilien ausbreiten zu können (Laptop, Block, Ordner, Bücher...). Falls ihr alleine lernt, würde ich euch die Unibibliothek oder Lernzentren in der Uni empfehlen. Dort soll man eigentlich leise sein und das schafft eine Atmosphäre, die zum Lernen anregt. Außerdem ist es nochmal etwas anderes, wenn man zum Lernen extra das Haus verlässt. So lässt sich Uni und Privatleben trennen. Etwas anderes ist es, wenn ihr jemanden habt, der euch zuhause am Lernen hält, dann kann man auch am eigenen Schreib- oder Esstisch lernen, so wie ich es mache. Legt euch auf jeden Fall all das hin, was ihr beim Lernen braucht, damit ihr nicht zu oft aufstehen müsst. Dazu gehören: Laptop, Block, Ordner, Bücher, Mäppchen, Geodreieck, evtl. Taschenrechner, etwas zum Trinken, evtl. etwas zum Knabbern/Kaugummi

  • Organisieren. Es ist wichtig, das Lernmaterial zu organisieren. Dadurch verringert man die Menge, die man Lernen muss, z.B. weil die gleiche Information nicht in verschiedenen Formen doppelt vorkommt. Genauso hilft es, einen Überblick über all das zu bekommen, was ihr lernen müsst, indem ihr euch die verschiedenen Themengebiete raus schreibt. Organisieren hilft euch auch, euch das Material besser zu merken, denn ihr Organisieren bedeutet auch die Einordnung von Informationen in einen größeren Zusammenhang. Am Besten finde ich, sich selbst eine Formelsammlung zu erstellen. Das muss man in den meisten Fächern sowieso. Dadurch, dass man sich überlegt, wie man den Stoff möglichst kurz und prägnant zusammenfasse kann, lernt man ihn auch schon. Außerdem kann die Reihenfolge der Themen eine Bedeutung bekommen, z.B. die Information A kommt vor Information B. Dadurch, dass ihr A vor B geschrieben habt, merkt ihr euch besser, wo ihr A einordnen müsst, was z.B. bei historischen Ereignissen hilfreich sein kann. Ein anderes Beispiel, bei dem Organisieren hilft, ist das Merken folgender Buchstabenfolge: "CIAFBIKGBCNNUSABBCUK" Schwer, oder? Jetzt organisiert: "CIA FBI KGB CNN USA BBC UK" Wenn man das so wiederholt, kann man es sich super einfach merken, weil man die Information organisiert und mit anderen Dingen assoziiert hat! Organisieren kann man mit Unterstreichungen, Markierungen, Bildern, verschiedenen Farben usw.

  • Illusionen des Lernens vermeiden. Es gibt zwei Arten Arten des Erinnerns: Wiedererkennen/Vertrautheit und Wiederaufrufen. Wiederaufrufen: Wir wollen Informationen wieder aufrufen können, denn dann kann man sich von selbst an die Information erinnern, genauso wie man es in einem Test meistens soll. Wiedererkennen: Man erkennt eine Information wieder, wenn man sich zwar nicht von selbst daran erinnert, aber sie einem plötzlich vertraut vorkommt, wenn man sie wieder sieht. Aber das ist nicht gut, denn in einem Test wird man nicht zwingend einen Hinweis auf genau diese Information sehen und sich dadurch auch nicht daran erinnern können. Vermeide also Lernmethoden, die auf Wiedererkennung basieren, wie z.B. einfach nur Durchlesen eines Textes. Dort gibt es das große Problem, dass du beim nochmaligen Lesen eines Textes das Gefühl hast "flüssiger" zu lesen. Je öfter du es liest, desto leichter fällt es dir, den Text zu lesen und wenn sich etwas leichter liest, hat man das Gefühl, es gelernt zu haben, aber das ist nicht der Fall! Du bist einfach nur besser darin geworden, genau diesen Text zu lesen. Genauso ist es nicht sinnvoll, gleich beim ersten Lesen eines neuen Textes mit Textmarkern Sätze zu unterstreichen. Es fühlt sich so an, als ob man die wichtigen Teile des Kapitels markieren würde, obwohl man gar nicht wissen kann, was wirklich am wichtigsten ist, bevor man nicht den ganzen Text gelesen hat. Und dann wird man eh nochmal von vorne anfangen müssen, um alle markierten Stellen zu lesen (und nochmals lesen lässt uns den Stoff nicht gut lernen). Stattdessen sollte man den Text ein erstes Mal ohne Markieren lesen und beim zweiten Lesen die wichtigsten Schlagworte mit einer richtig guten Signalfarbe (ich nehme immer orange) und weiteres Wichtiges mit einer anderen Farbe (bei mir gelb) markieren. Danach sollte man die wichtigsten Dinge stichpunktartig heraus schreiben und sich selbst abfragen.

  • Pausen. Ganz wichtig! Viele unterschätzen Pausen. Wir lernen am besten in regelmäßigen, kurzen Abschnitten anstatt eine lange Zeit am Stück, in der wir unser Gehirn nur vollstopfen. Lernt man zu lange am Stück, dann geben wir unserem Gehirn nicht die Chance, die zuvor gelernten Informationen abzuspeichern und sie verschwinden einfach wieder aus unserem Gedächtnis, wodurch die Lernzeit völlig verschwendet ist. Am Besten ist es, 25 min zu arbeiten und dann eine kurze Pause von ca. 5 Minuten zu machen (das Ganze nennt sich Pomodoro-Technik). Alle zwei bis drei Stunden sollte man dann eine größere Pause machen, z.B. indem man zu Mittag isst, sich mit anderen unterhält, einen Spaziergang macht. Ganz wichtig ist auch noch der Schlaf! Ausreichend, aber nicht zu viel. Perfekt sind 8 Stunden. Und wer richtig fertig ist, kann mittags auch einen Power Nap machen - einfach für 20-30 min bei heruntergelassenen Rolländen ins Bett legen, Wecker stellen und schlafen. Auch wenn du Pausen einlegst, die Nacht "durchzulernen" schadet eher als dass es hilft, dann während der langen Schlafphase nachts verarbeitet das Gehirn die Infos, die es tagsüber gelernt hat uns speichert sie dauerhaft, befördert sie also ins Langzeitgedächtnis, genau das, was wir wollen! Das habe ich früher bei mir selbst beobachtet. Während der Schulzeit habe ich oft noch am Vorabend viel gelernt (ja, ich weiß, 24 Stunden vorher und so....) und bin dann direkt schlafen gegangen und seltsamerweise hatte ich am nächsten Morgen das Gefühl, gleich viel mehr zu wissen. Außerdem sind nicht nur kleine Pausen wichtig, sondern auch große. Nimm dir mal einen Tag frei, ohne lernen und komm auf andere Gedanken.

  • Durchdenken. Denk gut über das nach, was du lernen musst, assoziiere es mit anderen Dingen, die du bereits weißt. Im Idealfall bedeutet das, dass du wirklich das Konzept der Information verstanden hast, warum z.B. eine Theorie oder ein Zusammenhang funktioniert, wie es mit anderen Dingen zusammen hängt, wie es mit anderen Dingen zusammen wirkt. So etwas Ähnliches, wie "das Große und Ganze" verstehen und nicht nur vor einer Formel zu sitzen und zu wissen, was man einsetzen muss, sondern auch zu verstehen, was man damit anfangen kann, was man ausrechnet und was passiert, wenn man die einzelnen Parameter ändert. Oder in der Politik oder Geschichte: Warum ist das passiert? Welche Ursachen und welche Folgen gab es? All das. Auf einem einfacheren Level kann man wie folgt vorgehen: Erinnert dich die Information an irgendetwas? Kannst du vielleicht einen Song daraus machen (dummer Einwurf, ich habs noch nie probiert, aber wer den pq-Song noch nicht kennt, der ist so dämlich, dass ich seitdem die pq-Formel auswendig kann: klick) Kannst du Eselsbrücken bauen? Ein Beispiel, wie ich mir in der Grundschule die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt gemerkt habe: "Die Magd fährt per Anhalter nach Sachsen zur Burg" Als Kind hab ich mir immer eine Magd am Straßenrand vorgestellt, so richtig schön in mittelalterlicher Kleidung, die auf ein Auto wartet und schon in der Ferne eine große Burg sieht. Wird mir nie mehr aus dem Kopf gehen, weil das Bild einfach so prägnant ist. Oder kannst du es visualisieren? Mit einem Schaubild oder einer Zeitleiste zum Beispiel. Oder kannst du es mit etwas aus deinem Leben in Verbindung bringen? Ein Ort, an das dich die Info erinnert? Anstatt also das Material einfach nur wie eine "Sache" anzusehen, die ganz für sich steht, musst du sie mit anderen Dingen verknüpfen, Anhaltspunkte schaffen, die dich an die Info erinnern. Die Hauptstadt von Sachsen-Anhalt? Moment, da kenn ich doch ein Bild mit dem Anhalter! So in der Art. Das Gehirn funktioniert über Verknüpfungen, es ist ein ganzes Netzwerk von Informationen, die alle irgendwie miteinander verknüpft sind und je mehr Wege bzw. Verknüpfungen es zu der Info gibt, desto schneller findet man sie wieder. Je besser du etwas ausarbeitest, je sorgfältiger du es durchgehst, desto besser erinnerst du dich daran. Deswegen ist es beim Lernen auch wichtig, kreativ und indivuduell zu sein, eigene Wege zu finden. Man muss für sich selbst herausfinden, wie man am Besten lernen kann, welche Methode am effektivsten ist. Für mich sind es Bilder und vielleicht Musik, aber hauptsächlich Bilder. Ich merke mir, wo sachen stehen, in welcher Farbe und in welcher Anordnung. Deshalb hilft es mir z.B. wirklich, Formelsammlungen zu schreiben. Dann weiß ich genau, was wo steht. Zurück zur Geschichte: Ein Beispiel wäre hier, Dokumentation zu sehen, sich vorzustellen, wie was passiert sein könnte, wie die Personen ausgesehen, wie sie gesprochen haben könnten.

  • Herausforderungen. Teste dich selbst, stell dich vor Herausforderungen. Komm selbst auf die Antwort. Stell dir eine Frage und überlege dir, wie du geantwortet hättest bevor du die Antwort liest. Selbst wenn du etwas falsch machst, hilft es mehr als nur stur die Antworten zu lesen, denn man zwingt sich selbst, mehr darüber zu denken und herauszufinden, was man falsch gemacht hat. Ich bin der Meinung, man lernt am Meisten, wenn man etwas falsch macht und sich selbst korrigiert. Beim nächsten Mal weiß man nämlich "Oh, hier habe ich das letzte Mal einen Fehler gemacht, der darf mir nicht nochmal passieren". Teste dich auf die Art, wie es auch in der Klausur passieren wird. Multiple-Choice, Aufgaben, Aufsätze? Egal was, gewöhne dich an die Aufgabentypen, an die Prüfungssituation. Wenn du einen Fließtext schreiben musst, schreib einen anstatt einfach nur Stichpunkte aufzuschreiben. Eine weitere effektive Methode ist, das Material jemandem anders beizubringen. Wenn man versucht, es jemand anderem zu erklären, merkt man schnell, wo noch Schwächen bestehen. Wenn du es nicht deinem Gegenüber erklären kannst, wirst du es auch nicht in der Klausur können, also erkennst du, wo du noch lernen musst.

  • Klausurbedingungen. Passe deine Lernbedingungen deinen Klausurbedingungen an. In der Klausur ist kein Taschenrechner erlaubt? Also rechne schon beim Üben ohne! Du darfst eine Formelsammlung nutzen? Gewöhne dich schon früh daran, mit genau dieser Formelsammlung zu arbeiten, damit du sofort weißt, wo was steht. Zudem sollten die Umstände, unter denen ihr lernt, denen der Klausur entsprechen (z.B. Ort des Lernens, Uhrzeit, Müdigkeit). Ich weiß, dass das nicht immer geht, aber wenn man z.B. weiß, dass die Klausur morgens um 8:00 ist, dann kann man schon immer um 8:00 anfangen zu lernen und sich so daran gewöhnen, gleich morgens schon Leistung zu zeigen. Warum? Umstände an sich dienen als Erinnerungen. (Bist du schonmal in die Küche gegangen und hast den Kühlschrank geöffnet, um etwas zu holen, hast aber plötzlich vergessen, was es nochmal war? Und sobald du wieder in deinem Zimmer bist, erinnerst du dich wieder daran?) Gewöhne dich an den Geräuschpegel, Raumgröße, Lichtverhältnisse, Möbel, deine Stimmung, Alkoholpegel (wir sind ja unter Studenten^^), Sitzposition und vor allem, wie du mit Aufgaben umgehst (Formelsammlung, Taschenrechner)! Studien haben sogar gezeigt, dass man, wenn man beim Lernen immer betrunken war, sich dann in der Klausur wieder besser an den Stoff erinnert, wenn man auch dann betrunken ist. Was aber auf keinen Fall eine Empfehlung an euch sein soll zu Trinken! Lernen kann man am Besten im nüchternen Zustand ;) Ein anderes Beispiel wäre, wenn ihr immer nach dem Sport lernt. Dann solltet ihr auch vor der Klausur Sport machen. Das Gegenteil dazu ist, dass ihr unter so unterschiedlichen Bedingungen wie möglich lernt. Dadurch erinnerst du dich an die Informationen, ganz egal unter welchen Umständen du die Klausur schreibst. So läuft man nicht in Gefahr, die Informationen nur mit ganz bestimmten Umständen zu assoziieren und sich nicht an sie erinnern zu können, wenn sich die Umstände plötzlich ändern. Falls du Infos also auch außerhalb der Uni gebrauchen kannst, lerne unter vielen verschiedenen Bedingungen, z.B. in einer lauten und einer leisen Umgebung, mit und ohne Kaffee (oder Schokolade^^). Welche Strategie am Besten ist, kann ich euch nicht sagen. Ich lerne immer mit den Hilfsmitteln, die ich in der Klausur auch zur Verfügung hätte. Außerdem lerne ich an einem leisen Ort, ohne Musik und ohne Kaffee.


Zusammenfassung

  1. Spätestens 24 Stunden vor der Klausur mit dem eigentlichen Lernen abgeschlossen haben, danach nur noch Wiederholung oder Entspannung als Vorbereitung auf den Stress.
  2. Regelmäßig und nicht zu viel lernen, häufig Pausen einbauen.
  3. Sich selbst testen.
  4. Klausurbedingungen.
So, das war's. Der Beitrag muss jetzt endlich mal raus, sonst geht er noch unter :) Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende, ich bin völlig fertig. Kaum ist Mathe durch (mehr schlecht als recht), bin ich schon wieder mitten in Physik. Auf eure Kommentare und Tags (danke an Maria! :)) muss ich leider demnächst antworten. Und, ich hab die Testergebnisse vom Arzt. Davon aber bald mehr!

Liebe Grüße!


Die anderen Teile


Teil 1 | Allgemeines
Teil 2 | Organisatorisches
Teil 3 | Ersties
Teil 4 | Wohnung & Finanzen
Teil 5 | Lernmaterialien
Teil 6 | Nach einer Klausur

Habt ihr...

...schon mal versucht, den Stoff eines ganzen Semesters auf zwei Seiten zu schreiben? Ich versuche es jedes Jahr wieder. Ha ha ha. Keine Ahnung, wie das gehen soll. Letztes Jahr hab ich mir dafür gleich mal besondere Stifte angeschafft - besonders dünn (0.1 mm) und leider auch besonders teuer. Voll die Abzocke armer Studenten, die jedes klitze kleine Bisschen Wissen, das in der Vorlesung "vermittelt" wurde (Vermitteln ist hier stark ironisch gemeint, da ein alter Mann, der vorne am Rednerpult steht und lustlos Stoff herunter schreibt wohl kaum Wissen vermitteln kann). Das Bild zeigt übrigens meinen Ganzen Stolz, der Ersatz des Taschenrechners, dessen Benutzung verboten ist. Auf zweieinhalb mal neun Zentimeter habe ich alles, was ich an Rechenoperationen brauche, den Rest muss ich im Kopf schaffen. Mehr Platz bleibt nicht. Ich habe dreieinhalb computergeschriebene Seiten gekürzte Formelsammlung, Schriftgröße 7, die ich auf zwei Seiten Handschrift bekommen muss. Ein Ding der Unmöglichkeit. Pah. Ich hasse Mathe. Sorry.

Ansonsten...mal wieder ein Tagebucheintrag. Ich bin am lernen, immer noch und deswegen poste ich leider gerade nicht so viel. Das ändert sich aber in drei Wochen! Bei dem ganzen Stress hab ich auch mehr Lust auf Zucker, leider auch auf Süßes. Dazu weniger Sport, naja. Ich werd mich nicht wiegen. Erstmal versuche ich, unter zweitausend Kalorien zu bleiben und mich ab Oktober dann wieder gesünder zu ernähren und viel mehr Sport zu machen. Achso, kleiner Tipp: Wenn man den ganzen Tag lernt und am Schreibtisch sitzt, kann man danach super laufen. So richtig gut. Viele erzählen mir, dass sie am besten/schnellsten/längsten laufen, wenn sie im totalen Lernstress sind. Außerdem esse ich viel Studentenfutter (und Lebkuchen), immerhin besser, als nur Süßes zu essen.

Mal sehen, ob ich am Wochenende die Uni-Serie endlich weiter schreiben kann und einen neuen Wochenliebling vorstelle. Euch noch einen schönen Abend!

Tipps für die Uni | Teil 6







Hey ihr alle, an dem Teil über's Lernen schreib ich schon eine Weile. Ich will ihn nicht zu ausführlich, aber auch nicht zu knapp machen und mit dem ganzen Klausurenstress gerade hat es irgendwie noch nicht geklappt. Deswegen gibt es hier kurz einen Zwischenteil, damit ihr etwas zum Lesen habt :)

Hier kommen also Ideen, was ihr alles nach einer Klausur machen könnt, damit ihr entweder endlich eure Freizeit genießen könnt oder direkt mit den Vorbereitungen auf die nächste Klausur starten könnt:


  • Richtig essen und genug trinken. Während einer Klausur ist man aufgeregt, steht unter Stress und hat viel Energie benötigt, um viele Stunden intensiv arbeiten zu können. Deshalb ist es auch wichtig, danach genug und vor allem das, worauf du Lust hast, zu essen und viel zu trinken.
  • Schlafen. Tut echt gut, besonders ein halbe Stunde einfach mal hinlegen, danach fühlt man sich viel besser. Auch gut: Einen Tag endlich mal wieder ausschlafen, denn Schlaf ist wirklich wichtig!
  • Putzen. Die Wohnung hat während der ganzen Lernphase vielleicht darunter geleidet. Es ist also ein super Zeitpunkt, endlich mal wieder durchzusagen, das Geschirr abzuwaschen oder den Schreibtisch aufzuräumen. Besonders mit einem aufgeräumten Schreibtisch lässt es sich viel besser für die nächste Klausur lernen.
  • Lernsachen weg packen. Nach einer Klausur ist das Modul meistens beendet, also weg mit den ganzen Lernsachen für dieses Fach. Ordentlich in einen Ordner in den Schrank, vielleicht braucht man das alles ja nochmal wieder.
  • Freunde treffen, feiern. Okay, nicht übertreiben, aber man sollte sich schon etwas nach einer Klausur gönnen, vielleicht mit Freunden in eine Bar gehen oder einen Filmeabend machen. Mal irgendetwas, das Abwechslung zum lernen bringt. Und wenn es nicht aus Freude ist, dass die Klausur gut gelaufen ist, dann aus Verzweiflung, weil die Klausur so lächerlich schwer war. Haben wir letztes Semester gemacht & mir hat's geholfen, besser damit umgehen zu können. Ich war ja nicht allein.
  • Bücher, Serien, Spiele. Einfach das, worauf du Lust hast. Mach es, denn es gibt keinen besseren Zeitpunkt während der Klausurenphase als direkt nach einer Klausur. Morgen geht der Lernstress für die nächste wieder los.
  • Nicht übertreiben. Ja, ich weiß, die nächste Klausur rückt näher, aber man sollte nach einer Klausur nicht direkt so viel lernen. Du hast viel geleistet. Nimm dir nicht gleich die Motivation für die nächste Klausur, indem du übertreibst und dich sofort, noch am gleichen Tag, zum Lernen zwingst. Ich werde heute noch 2-3 Stunden lernen, das reicht. 
  • Lange duschen. Hilft mir immer zum Entspannen. Nach einer langen Dusche (oder für die Luxus verwöhnten unter uns: ein langes Bad^^) geht es mir immer gleich viel besser.


Achso, und sich selbst nicht fertig machen. Die Klausur ist geschrieben, ihr könnt nichts mehr daran ändern, also ist es vorerst auch egal - es liegt einfach nicht mehr in eurer Macht.


Ein Video, einfach so. Haben wir während unserer letzten Klausurenzeit öfters gehört.